Visual Universitätsmedizin Mainz

Migration, Mobility & Mental Health

Dynamics of Mental Health of Migrants (DMHM) – Analyzing dynamics of resilience and vulnerabilities using a synthesis of socio-structural and psychological approaches

[Dynamiken psychischer Gesundheit von Migrantinnen - Eine Analyse von Resilienz- und Vulnerabilitätsfaktoren am Beispiel der Persönlichkeits- und Familienstruktur]

Team

Projektleitung:
Dr. Dipl.-Psych. Ana Nanette Tibubos
Dr. Hannes Kröger (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung)

Mitarbeiter:
n.n.b.

Forschungsgegenstand

Theoretische Modelle akkulturativen Stresses betonen die Bedeutung der Veränderung psychischer Gesundheit von Migrantinnen und Migranten über längere Zeiträume hinweg. Innerhalb des Migrationsregimes des Aufnahmenlandes ist die Entwicklung der psychischen Gesundheit dabei durch Stressoren und Resilienzfaktoren beeinflusst. Persönlichkeitsmerkmale und Familienbeziehungen und -struktur sind zwei wichtige Determinanten psychischer Gesundheit, die bisher nicht in einer längsschnittlichen, auf Veränderung fokussierten Analyse untersucht wurden. Das DMHM-Projekt zielt darauf ab diese Lücke in der Forschungsliteratur zu schließen.
Hierzu werden wir die Entwicklung der psychischen Gesundheit von Personen mit Migrationshintergrund von repräsentativen Längsschnittdaten aus Befragungen von vier verschiedenen Ländern analysieren (Ntotal > 83,000; Nmigrants > 25,000) analysieren.

Das Projekt trägt in sechs wichtigen Punkten zur Weiterentwicklung des Forschungsstands bei:

  1. Erstens wird es durch das längsschnittliche Design der Surveys möglich sein Veränderungen und ihr Effekt auf die psychische Gesundheit in der Post-Migrationsphase zu analysieren.
  2. Zweitens werden wir einen Vergleich zwischen vier Ländern mit jeweils unterschiedlichen Migrationsregimen durchführen können (Deutschland, Großbritannien, USA und Australien).
  3. Drittens werden wir im Gegensatz zum Großteil der vorangegangen Literatur sowohl Stressoren als auch Resilienzfaktoren in Bezug auf psychische Gesundheit und das Wohlbefinden von Migrantinnen und Migranten untersuchen.
  4. Viertens werden wir die Dualität bestimmter Determinanten psychischer Gesundheit illustrieren, indem wir die spezifische Rolle von familiären Beziehungen und Persönlichkeitsmerkmalen sowohl als Stressoren als auch Resilienzfaktoren untersuchen.
  5. Fünftens wird das Projekt mehrere methodische Beiträge zur Forschung leisten. Insbesondere werden die Konstrukte psychischer Gesundheit, die in der vier Surveys erhoben werden, auf Messinvarianz getestet, was eine zentrale Bedingung ist, um sinnvolle Vergleiche über verschiedene Kontexte hinweg zu ziehen.
  6. Schließlich können aufgrund Interdisziplinarität des Projekts empirisch überprüfbare Hypothesen abgeleitet werden, die der Komplexität des Themas im soziologisch wie psychologischen Sinne gerecht wird. Die Projektergebnisse sollen als Grundlage für die Weiterentwicklung von Theorie, empirische Analyse und praktische Hilfe im Bereich Migration und psychische Gesundheit dienen.


Laufzeit: März 2019- Februar 2022

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 415809395, Gesamtvolumen ca. 548.786,00 Euro, TI 1049/1-1 311.561,00 Euro

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