Visual Universitätsmedizin Mainz

Aktuelle Forschungsprojekte

1. Psychosoziale Online-Selbsthilfe für onkologische Patienten (POSOP)

Eine Krebserkrankung geht mit erheblichen psychosozialen Belastungen und einer eingeschränkten Lebensqualität einher. Studien zufolge ist es für viele Krebspatienten nach der Entlassung aus der Klinik schwer, eine adäquate ambulante psychoonkologische Unterstützung zu finden. Insbesondere wenn es um die Wiedereingliederung in Alltag und Beruf geht, existiert nach der stationären Behandlung eine Lücke in der psychosozialen Versorgung von Krebspatienten. Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel von POSOP, das in Australien erfolgreich eingesetzte psychoonkologische Online-Selbsthilfeprogramm „Finding My Way“ auf Deutschland zu übertragen. Dazu gilt es unter anderem, dieses Online-Selbsthilfeprogramm inhaltlich an die psychoonkologischen Behandlungsleitlinien und Bedingungen in Deutschland anzupassen. In einem nächsten Schritt soll eine randomisierte Studie zeigen, inwieweit Krebspatienten dieses Online-Selbsthilfeprogramm akzeptieren und inwieweit es sich gegebenenfalls positiv auf ihre Lebenssituation auswirkt. Das POSOP-Projekt wird durch Dr. Rüdiger Zwerenz und Univ.-Prof. Dr. Manfred E. Beutel von der Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz fachlich vertreten. Wichtige Partner sind die Sektion Psychoonkologie der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, die an das Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) angegliedert ist, das Interdisziplinäre Zentrum Klinische Studien (IZKS) – beide zur Universitätsmedizin Mainz gehörend, sowie das Zentrum für audiovisuelle Produktion der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Laufzeit: April 2018 – März 2021

Förderung:
Innovationsfonds des G-BA

Internet:

 

 

2. PSYchosoziale Spätfolgen, Gesundheitsverhalten und NAchsorge von langzeitüberlebenden Patienten nach Krebs im Kindes- und Jugendalter (PSYNA)- eine registerbasierte Längsschnittstudie

In Folge des steigenden Behandlungserfolges von Krebs im Kindesalter gibt es eine zunehmende Zahl von Langzeitkrebsüberlebenden. Dadurch steigt die Notwendigkeit, die Spätfolgen der Erkrankung und Behandlung besser zu verstehen. Die Deutsche Krebshilfe fördert das 3-jährige PSYNA-Projekt mit über 300.000€ als Add-on zur CVSS (Kardiale und vaskuläre Spätfolgen von Langzeit-Überlebenden nach Krebs im Kindes- und Jugendalter), bei der Spätfolgen bei 1.000 Langzeitüberlebenden aus ganz Deutschland untersucht werden. Im Rahmen der CVSS-Studie erfolgt unter anderem eine umfassende Untersuchung von Herz-Kreislauffunktionen, Laborparametern und kognitiven Funktionen. PSYNA ergänzt diese Messungen durch die Untersuchung von psychosozialen Spätfolgen, Gesundheitsverhalten und Nachsorgebedarf. Dazu dienen einerseits eine umfassende Erhebung von Fragebogendaten und andererseits vertiefende, qualitative Interviews in einer Substichprobe. Ziel ist es die Langzeitfolgen von Krebserkrankung und –behandlung zu ermitteln und Faktoren zu untersuchen, die die Resilienz gegenüber negativen Langzeitfolgen beeinflussen.

Laufzeit:
2016-2019

Förderung:
Deutsche Krebshilfe

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