Visual Universitätsmedizin Mainz

Aktuelle Forschungsprojekte


1. Verbesserung der Wirksamkeit von psychodynamischer Kurzzeitpsychotherapie bei Angststörungen durch die Integration von Elementen der emotionsfokussierten Therapie: eine offene Studie

In einer offenen proof of concept Studie mit einem Zentrum und einem Behandlungsarm werden N=20 Patienten mit Angststörungen (Soziale Phobien, Generalisierte Angststörungen, Panikstörungen/ Agoraphobie mit einer Psychodynamischen Kurzzeittherapie, die Elemente der emotionsfokussierten Therapie  integriert (EFPP), behandelt. Ziel ist die Untersuchung der Wirksamkeit, Sicherheit, Umsetzbarkeit und der Akzeptanz eines Behandlungsverfahrens, das zwei klinisch relevante und wirksame Verfahren zusammenführt.

Laufzeit: 2017 – 2019

Förderung: keine externe Förderung

2. Psychoanalytische und kognitiv-verhaltenstherapeutische Langzeittherapien bei chronischer Depression: Kurz- und Langzeitwirkungen bei präferierter und randomisierter Therapiezuweisung LAC-Studie


Projektleiter
Univ.-Prof. Dr. M.E. Beutel
Univ. Prof. Marianne Leuzinger-Bohleber
Univ. Prof. Martin Hautzinger (Universität Tübingen)


Ziel des multizentrischen Gesamtprojektes ist es, bei Patienten mit einer chronischen Depression (CD) zwei bewährte Psychotherapien (PAT = die psychoanalytische Psychotherapie und KVT = Kognitiv-behaviorale Therapie) hinsichtlich deren kurz- und längerfristigen Wirksamkeit zu vergleichen, sowie deren Verläufe und die Stabilität der Effekte bei CD zu untersuchen. Es wird erwartet, dass beide psychotherapeutischen Behandlungen sowohl kurz- als auch langfristig positive Behandlungsergebnisse erzielen. Es wird ferner angenommen, dass die KVT raschere Effekte erzielt als die PAT; letztere jedoch langfristig zu deutlicheren und stabileren Effekten führt als die KVT. Ermittelt werden psychosoziale Patientenmerkmale, die eine Vorhersage erlauben, welcher Patient auf welche Intervention besonders gut anspricht. Die Ergebnisse der Studie werden sich zudem für die Weiterentwicklung der Behandlungstechniken der einzelnen Verfahren als interessant erweisen. Für die psychoanalytischen Therapien wird zudem der differentialdiagnostische Vergleich der Psychodynamik der CD weiterführende Einsichten in unterschiedliche Typen depressiver Erkrankungen bieten.

Bisher wurde noch kaum empirisch untersucht, welchen Einfluss die Randomisierung verglichen mit einer Präferenz eines bestimmten Therapieverfahrens auf die erzielten Ergebnisse verschiedener Psychotherapien haben. Dies soll in dieser Studie erstmals versucht werden. Wie in der üblichen Praxis können depressive Patienten entscheiden, ob sie eine psychoanalytische oder eine kognitiv- behaviorale Therapie vorziehen. Beide Patientengruppen (Randomisiert vs. Naturalistisch) werden mit den gleichen Instrumenten untersucht. Die erzielten Behandlungsergebnisse werden miteinander verglichen.
Schließlich wird geprüft, ob die Behandlungen zu einer dauerhaften Reduktion der Gesundheitskosten (Reduktion der Arbeitsfehltage, der Krankenhaustage etc.) führen.

Laufzeit: seit 2007

Förderung: DGPT, Heidehofstiftung

Publikationen:

Beutel, M. E., Leuzinger-Bohleber, M., Rüger, B., Bahrke, U., Negele, A., Haselbacher, A., ... & Hautzinger, M. (2012). Psychoanalytic and cognitive-behavior therapy of chronic depression: study protocol for a randomized controlled trial. Trials, 13(1), 117.

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