Visual Universitätsmedizin Mainz

Abgeschlossene Forschungsprojekte


1. Implementierung der internetbasierten Nachsorge „GSA-Online plus“

Das Gesundheitstraining Stressbewältigung am Arbeitsplatz Online (GSA-Online) wurde im Rahmen des Forschungsschwerpunkts der Deutschen Rentenversicherung „Nachhaltigkeit durch Vernetzung“ als psychodynamisch orientierte, indikationsübergreifende, 12-wöchige Intervention entwickelt. In der randomisierten Interventionsstudie wurden die Akzeptanz und die Wirksamkeit der internetbasierten Nachsorge bei beruflich belasteten Patienten aus der stationären medizinischen Rehabilitation (Kardiologie, Orthopädie, Psychosomatik) untersucht. Die Evaluation des Nachsorgeprogramms ergab eine hohe Akzeptanz unter den Teilnehmern und eine Überlegenheit gegenüber reiner Online-Information hinsichtlich beruflicher und gesundheitlicher Merkmale bis zur 12-Monats-Katamnese.

In einer aktuellen Implementierungsstudie wird mit „GSA-Online plus - ein weiterentwickeltes Online-Nachsorge-Angebot indikationsübergreifend in der Routineversorgung der stationären Rehabilitation untersucht.

Laufzeit: 2015-2017

Förderung:
Deutsche Rentenversicherung Bund

Publikationen:

Beutel, M.E., Böhme, K., Banerjee, M. & Zwerenz, R. (2018) Psychodynamic online treatment following supportive expressive therapy (SET): therapeutic rationale, interventions and treatment process. Zeitschrift für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, 64(2), 186-197. https://www.vr-elibrary.de/doi/abs/10.13109/zptm.2018.64.2.186

Zwerenz, R., Böhme, K., Wirth, A., Labitzke, N., Pachtchenko, S., & Beutel, M. E. (2018). Integration of the work-related online aftercare intervention ‘GSA-online plus’ (healthy and without stress at the workplace) into clinical practice: study protocol for an implementation study. BMC Health Services Research, 18(1). doi:10.1186/s12913-018-2995-z. https://bmchealthservres.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12913-018-2995-z


Internet:

2. Entwicklung und Evaluation eines multimodalen internetbasierten Informationsangebots zur Vorbereitung auf die stationäre psychosomatische Rehabilitation

Ziel dieser interdisziplinären Studie ist es, die Vorbereitung auf die stationäre psychosomatische Rehabilitation durch ein innovatives, multimodales internetbasiertes Informationsangebot zu optimieren. Um die Intervention zielgruppenorientiert zuzuschneiden, werden in einem ersten explorativen Studienteil Informationsbedarf und –wünsche sowie Fragen zum Einsatz von Medien zur Vorbereitung auf die stationäre psychosomatische Rehabilitation durch Experten und Patienten qualitativ mit Hilfe von Fokusgruppen erhoben und inhaltsanalytisch ausgewertet. Durch den Einsatz neuer Technologien (Internet, Video) und Methoden (Schauspielerpatienten) sollen eine positive Ergebniserwartung sowie aktive berufsbezogene Behandlungserwartungen gefördert werden, was im experimentellen Studienteil mit einer prospektiven randomisierten Studie im Längsschnittdesign untersucht wird. Wir gehen darüber hinaus davon aus, dass die geplanten Interventionsmodule die Behandlungsmotivation und die Mitarbeit im Rehabilitationsprozess verbessern und auf andere Indikationsbereiche übertragbar sind.

Laufzeit: 2014-2017

Förderung:
Deutsche Rentenversicherung Bund im Förderschwerpunkt "Wege in die medizinische Rehabilitation"

Publikationen:

Becker, J., Beutel, M. E., Gerzymisch, K., Schulz, D., Siepmann, M., Knickenberg, R. J., . . . Zwerenz, R. (2016). Evaluation of a video-based Internet intervention as preparation for inpatient psychosomatic rehabilitation: study protocol for a randomized controlled trial. Trials, 17(1), 287.

Schury, K., Beutel, M.E., Gerzymisch, K., Schattenburg, L., Siepmann, M., Schmädeke, S. & Zwerenz, R. (im Druck). Erwartungen und Informationsbedarf von Rehabilitanden bezüglich stationärer psychosomatischer Rehabilitation - Eine qualitative Untersuchung. Die Rehabilitation.

Internet:

3. Enhancing Inpatient Psychotherapeutic Treatment with Online Self-help: Acceptance and Efficacy

The purpose of this study is to determine the acceptance and efficacy of the online self-help program deprexis24® for depressed patients in reducing the clinical symptoms of their depression. The patients of the experimental group use deprexis24® for 90 days, the patients of the placebo group receive weekly online information about depression for 90 days as well. Both groups receive their treatment in addition to their regular inpatient psychosomatic treatment and as an aftercare intervention. The investigators hypothesize that the online self-help group achieves a greater reduction of depression compared to the control group.

Laufzeit:
2014-2017

Förderung:
Rhön-Klinikum AG

Publikationen:

Zwerenz, R., Becker, J., Knickenberg, R. J., Hagen, K., Dreier, M., Wölfling, K., & Beutel, M. E. (2015). Enhancing inpatient psychotherapeutic treatment with online self-help: Study protocol for a randomized controlled trial. Trials, 16(1), 98.

Zwerenz, R., Becker, J., Knickenberg, R. J., Siepmann, M., Hagen, K., Beutel, M. E. (in press). Online self-help as an add-on to inpatient psychotherapy: Efficacy of a new blended treatment approach. Psychotherapy and Psychosomatics, 86(6), 341-350.

 

Internet:


4. Entwicklung praxistauglicher Modelle zur internetbasierten Nachsorge für beruflich belastete Patienten der stationären medizinischen Rehabilitation

Hauptziel der Arbeiten der Nachwuchsforschergruppe war es, praxistaugliche Modelle zur internetbasierten Nachsorge für beruflich belastete Patienten der stationären medizinischen Rehabilitation zu entwickeln und damit einen entscheidenden Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit der medizinischen Rehabilitationserfolge zu leisten. Dazu wurden Fragen zu (a) dem Bedarf und der Akzeptanz, (b) den Wirkfaktoren und Prozessmerkmalen sowie (c) der Implementierung von internetbasierten Nachsorge-Interventionen untersucht.

Laufzeit:
2013-2016

Förderung:
Illa und Werner Zarnekow-Stiftung für Rehabilitationsforschung

Publikationen:

Becker, J., Zwerenz, R., Johansson, R., Frederick, R. J., Andersson, G., & Beutel, M. E. (2016). Using a transdiagnostic, psychodynamic online self-help intervention to maintain inpatient psychosomatic treatment effects: Study protocol of a feasibility study. Internet Interventions, 5, 30-35.

Hennemann, S., Beutel, M. E., & Zwerenz, R. (2016). Drivers and Barriers to Acceptance of Web-Based Aftercare of Patients in Inpatient Routine Care: A Cross-Sectional Survey. Journal Medical Internet Research, 18(12), e337.

Hennemann, S., Beutel, M. E., & Zwerenz, R. (2017). Ready for eHealth? Health Professionals' Acceptance and Adoption of eHealth Interventions in Inpatient Routine Care. Journal of Health Communication, 22(3), 274-284.

Hennemann, S., Beutel, M. E., & Zwerenz , R. (2017). „Morbus Google“ vs. e-Health: Qualitative Untersuchung zur Akzeptanz und Implementierung von Online-Nachsorge in der stationären Rehabilitation. Die Rehabilitation, 56:1-10.

Hennemann, S., Witthöft, M., Bethge, M., Spanier, K., Beutel, M.E  & Zwerenz, R. (2017)  Acceptance and barriers to access of occupational e-mental health: cross-sectional findings from a health-risk population of employees. International Archives of Occupational and Environmental Health, DOI: 10.1007/s00420-017-1280-5.

Zwerenz, R., Becker, J., Johansson, R., Frederick, R.J.,  Andersson, G.  & Beutel, M.E. (2017). Transdiagnostic, Psychodynamic Web-Based Self-Help Intervention Following Inpatient Psychotherapy: Results of a Feasibility Study and Randomized Controlled Trial. JMIR Mental Health, 2017. 4, e41 DOI: 10.2196/mental.7889.

Internet:

5. Entwicklung und Evaluation einer indikationsübergreifenden internetbasierten Nachsorgemaßnahme zur Verbesserung der beruflichen Reintegration.

Als Nachsorgemaßnahme nach einer medizinischen Rehabilitation wurde eine internetbasierte Intervention zur Unterstützung bei der beruflichen Reintegration nach stationärer medizinischer Rehabilitation (Gesundheitstraining Stressbewältigung am Arbeitsplatz: GSA-Online) entwickelt. Um die Akzeptanz und Wirksamkeit einer solchen Nachsorge zu untersuchen, sind N=664 beruflich belastete Patienten im Rahmen einer multizentrischen randomisiert-kontrollierten Studie untersucht worden. Sie wurden, nachdem sie stationär das bewährte GSA-Training absolviert hatten, in eine Interventions- und Kontrollgruppe randomisiert. Im Anschluss an den Klinikaufenthalt absolvierte die eine Hälfte der Patienten das Interventionsprogramm, das primär aus einer wöchentlichen Schreibaufgabe bestand, die von einem Onlinetherapeuten kommentiert wurde. Die Aufgaben thematisierten insbesondere Interaktionen am Arbeitsplatz. Die Kontrollgruppe hatte Zugang zu verschiedenen Informationsbroschüren zu gesundheitsrelevanten Themen. Die Intervention hatte einen positiven Einfluss auf die subjektive Erwerbsprognose der Patienten. Auch beim Erleben und Verhalten im Umgang mit beruflichen Belastungen zeigt sich, dass die Patienten der Interventionsgruppe zur Katamnese mehr innere Ruhe und Ausgeglichenheit sowie mehr Lebenszufriedenheit berichten. Im Hinblick auf die psychische Gesundheit und häufige psychische Belastungen (Depression, Ängstlichkeit, Stress, Somatisierung, Panikattacken) zeigt sich ebenfalls der positive Einfluss der Intervention. Etwa die Hälfte der Interventionsgruppenpatienten war mit der Intervention zufrieden und 75% haben die Intervention genutzt.

Patienten der Interventionsgruppe haben auf vielen Ebenen von der Teilnahme am Programm profitiert und wiesen zum Ende der Intervention ein leicht geringeres Risiko für eine Frühberentung auf als die Kontrollgruppe. Das Konzept der Onlinenachsorge mit wöchentlichen Schreibaufgaben stellt indikationsübergreifend eine sinnvolle Ergänzung zu klassischen Nachsorgemaßnahmen dar, die meist mit mehr Aufwand, sowohl auf Seiten des therapeutischen Personals als auch auf Seiten der Patienten, verbunden sind.

Laufzeit:
2010-2014

Förderung:
Deutsche Rentenversicherung Bund im Förderschwerpunkt "Nachhaltigkeit durch Vernetzung"

Publikationen:

Zwerenz, R., Gerzymisch, K., Edinger, J., Holme, M., Knickenberg, R. J., Spörl-Dönch, S., . . Beutel, M. E. (2013). Evaluation of an internet-based aftercare program to improve vocational reintegration after inpatient medical rehabilitation: study protocol for a cluster-randomized controlled trial. Trials, 14(1), 26.

Zwerenz, R., Becker, J., Gerzymisch, K., Siepmann, M., Holme, M., Kiwus, U., . . . Beutel, M. E. (2017). Evaluation of a transdiagnostic psychodynamic online intervention to support return to work: A randomized controlled trial. PloS one, 12(5), e0176513.

Zwerenz, R., Schury, K., Wiltink, J., Schattenburg, L. & Beutel, M. E. (2018). Therapeutische Allianz bei einer psychodynamischen Online-Nachsorge. Ärztliche Psychotherapie, 13(3).

Internet:

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