Konsiliar- und Liaisondienst
Auch Patienten, die sich wegen körperlicher Erkrankungen auf anderen Stationen der Universitätsmedizin Mainz befinden, müssen nicht auf psychotherapeutische Hilfe verzichten – ein weiterer wichtiger Vorteil für Patienten der Mainzer Universitätsmedizin.
Gerade in der Behandlung von Krebs, Herzerkrankungen, schwierig einzustellendem Diabetes, manchen geriatrischen Erkrankungen und bei Organtransplantationen sowie neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose ist die Psyche besonders belastet. Die psychotherapeutische Unterstützung der Betroffenen kann hier wesentlich zu einer positiveren Grundeinstellung, besserer Verständigung mit Ärzten und sozialem Umfeld und damit einem günstigeren Verlauf ihrer Krankheit beitragen.
Der Konsiliar- und Liaisondienst wird gewährleistet durch ein Team aus Fachärzten für Psychotherapeutische Medizin, Innerer Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie, Neurologie, ärztlichen und psychologischen Psychotherapeuten mit Weiterbildung in Psychoanalyse und Verhaltenstherapie.
Konsiliardienst
Unter Konsiliardienst versteht man die diagnostische und therapeutische Beratung anderer medizinischer Disziplinen für dort in Behandlung befindliche Patienten, die zusätzlich ein psychisches Problem haben. Eine Konsiliaruntersuchung erfolgt auf Anfrage der entsprechenden Station mit einer konkreten psychosomatischen Fragestellung. Nach Abschluss der Untersuchung werden die Ergebnisse, einschließlich der Therapieempfehlung in einem Befundbericht dokumentiert und mit dem überweisenden Arzt besprochen. Häufigste Anlässe der Inanspruchnahme sind unklare körperliche Beschwerden und Symptome, psychische Probleme und Auffälligkeiten, auch in der Vorgeschichte des Patienten (s. Schäfer et al., 2008).
Liaisondienst
Der Liaisondienst ist eine fest etablierte Zusammenarbeit unseres Hauses mit den Teams der jeweiligen Stationen. Diese feste Zusammenarbeit hat sich insbesondere mit Stationen etabliert, auf denen die Patienten mit psychisch schwer zu verarbeitenden Diagnosen und Behandlungen konfrontiert sind. Der zuständige Mitarbeiter der Psychosomatischen Klinik geht mit auf Visiten, übernimmt die psychotherapeutische Beratung bzw. Behandlung des Patienten und berät das Behandlungsteam vor dem Hintergrund psychosomatischer Wechselwirkungen und Behandlungsmöglichkeiten. Dies ist v.a. in den Bereichen der Knochenmarkstransplantation, Palliativstation und interdisziplinären Schmerztherapie in Mainz fest etabliert.
