Ihr Weg zu uns

Wenn … 

  • bei Ihnen eine Brustkrebs­er­krank­ung diagnostiziert wurde,
  • Sie unter seelischen Belastung­en und depressiven Beschwerden leiden,
  • Sie bereit sind, an einer wissenschaftlichen Studie teilzunehmen und neben der Be­hand­lung auch Fragebögen aus­zu­füllen, 

-> dann können Sie sich an die nach­folgend angegebene Kon­takt­adresse wenden. 

Sie erhalten dort die Möglichkeit zu einem Erstgespräch, zur genaueren Diagnostik und Beratung über eine geeignete Therapie. Weiterhin erhal­ten Sie Informationen zur Studie und können entscheiden, ob Sie daran teilnehmen möchten. 

Belastungen bei Brustkrebserkrankungen

Eine Krebserkrankung bringt vielerlei Belastungen mit sich. Neben den körperlichen kann es auch zu seelischen sowie familiären Belast­ungen und Sorgen im Zusammen­hang mit der Krebser­krank­ung kommen. Häufig fühlen sich die Betroffenen hilf- und hoffnungslos, haben Schuldgefühle und sind niedergeschlagen. Unbe­handelt kön­nen Einschränk­ungen in der Krank­heits­bewäl­tigung sowie der Lebens­qualität auf­treten und zu einer depressiven Erkrankung führen.

„Wie wird es weiter gehen? Wie soll ich mit der Krankheit umgehen? Wie werden meine Familie und Freunde auf die Erkrankung reagier­en?“ – Nach der Diagnose ’Brust­krebs’ geht es vielen Frauen ähnlich: Die Krank­heit trifft fast alle Be­trof­fenen plötzlich und oftmals un­er­wartet. Le­bens­ziele, Inhalte und Werte werden in Frage gestellt. Die Sorge um das weitere Leben ist ein ständiger Be­gleit­er der Therapie. Viele Frauen sehen die Erkrankung auch als Be­schädigung ihrer Weib­lich­keit.

Diagnostik & Therapie

Oft werden depressive Symptome nicht erkannt und behandelt. Wir bieten Brustkrebspatientinnen an, mögliche bestehende depressive Begleiterkrankungen diagnostisch abzuklären und über Behandlungs­möglichkeiten zu informieren. 

Psychotherapeutische Behandlung­en bei depressiven Störungen haben sich als wir­kungsvoll erwies­en, bei depres­siven Störungen im Zusam­menhang mit Brustkrebserkrankun­gen wissen wir das noch nicht.  

Ein Teil der Patientinnen kann an einer Kurzzeitpsychotherapie (d.h. mit einem begrenzten Zeitrahmen von bis zu 25 Behandlungs­stunden) teil­nehmen, in der bear­beitet wird, wie die Betrof­fenen ihre Erkrankung vor dem Hintergrund ihrer per­sön­lich­en Entwicklung erleb­en und da­durch bedingte Einbußen sowie innere oder zwischenmensch­liche Kon­fli­kte verkraften können.

Forschung

Im Rahmen einer von der Deutschen Krebshilfe geförderten Studie wird die Wirksamkeit einer Kurzzeit­psycho­therapie bei Brustkrebs­patientinnen mit de­pressiven Be­gleiterkrankungen erforscht.

Dazu wird der Nutzen der Kurzzeit­psychotherapie hinsichtlich der Besserung der depressiven Symp­tome sowie der Lebensqualität jeweils zu Be­handlungsbeginn, -ende und nach weiteren sechs Monaten beurteilt. Es findet ein Vergleich mit den Be­handlungs­er­geb­nis­sen von Brust­krebs­patien­tin­nen, die keine spe­zielle Psycho­therapie er­halten, statt. 

Das Forschungsprojekt ist Teil des Förderschwerpunktes „Psy­chosoziale Onkologie“ der Deutschen Krebshilfe. Die gemeinnützige Organisation hat dieses Schwer­punktprogramm in­itiiert, um die psychosozialen Ver­sorgungs­struk­turen in der Krebs­medizin zu verbessern und die psy­choonkolo­gische Forschung voranzu­bringen.

Klinik kompakt

Informationen zur Klinik

Kliniken und Institute:

Kontakt

Behandlungszentrum Mainz:

Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Kooperation mit ambulanten Psychol. / Ärztl. PsychotherapeutInnen 

Projektleitung:

Univ.-Prof. Dr. Manfred E. Beutel
Dr. Rüdiger Zwerenz 

Projektkoordination:

Dipl.-Psych. Barbara H. Imruck 

Kontakt:

Tel.: 06131-17 7344 oder 17 7381
E-Mail

Förderung

Das Projekt wird von der Deutschen Krebshilfe im Förderschwerpunkt „Psychosoziale Onkologie“ unterstützt.