Alexithymie

Alexithymie – griechisch für „ohne Worte für Gefühle“ – bezeichnet die Schwierigkeit, Gefühle differenziert wahrzunehmen und in Worte zu fassen. Die Beobachtung, dass diese Persönlichkeitseigenschaft häufig bei psychosomatischen Krankheitsbildern anzutreffen ist, hat die Entstehung der psychosomatischen Medizin stark beeinflusst. Heute sind die Neurowissenschaften in der Lage, die Fehlfunktionen der Gehirnaktivität abzubilden, die dazu führen, dass eine heftige emotionale Reaktion zwar körperliche Auswirkungen hat (z.B. Angst führt zu Muskelanspannung), aber nicht zum Erleben des Angstgefühls führt. Diese sog. neuronalen Fehlfunktionen sind häufig erworben, d.h. gelernt – z.B. durch traumatische Erfahrungen in der Kindheit, die dazu geführt haben, dass das Gefühlserleben zum Selbstschutz vermieden wird. Alexithymie selbst ist kein Krankheitsbild, die Behinderung des bewussten Gefühlserlebens erschwert jedoch die Emotionsregulation und stellt so ein Risiko dar, psychosomatische Symptome zu entwickeln (Subic-Wrana et al., 2005).

Klinik kompakt

Informationen zur Klinik

Kliniken und Institute: