Dissoziative Störungen und Konversionsstörungen
Dissoziation beschreibt die Unterbrechung des normalen, ohne unser bewusstes Zutun funktionierenden Zusammenspiels von Bewusstsein, Gedächtnis, eigener Identität und Wahrnehmung der Umwelt. Ist die Dissoziation gestört, laufen mentale Prozesse unabhängig vom Bewusstsein ab. Es kann zu einem teilweisen oder vollständigen Verlust eigener Gefühle und Empfindungen, Wahrnehmung der eigenen Person oder Umwelt sowie der Kontrolle von Köperbewegungen kommen. Die Konversion umfasst somatische, also sensorische und motorische Phänomene.
Bei Konversionsstörungen bietet unsere Einrichtung durch ihren multimodalen Therapieansatz und die enge Kooperation mit der neurologischen Klinik besondere Chancen: Es besteht die Möglichkeit, körperbezogene Therapiemodule einzubeziehen, z.B. bei psychogenen Anfällen, Gangstörungen oder Empfindungsstörungen (s. Beutel et al., 2008).
