Persönlichkeitsstörungen
Patienten mit Persönlichkeitsstörungen zeigen Charaktereigenschaften, die von der gängigen gesellschaftlichen Norm abweichen – mit ca. 10 % der Bevölkerung kommen sie sehr häufig vor und haben sehr unterschiedliche Ausprägungen. Die Grenzen zwischen Persönlichkeitsstil und Persönlichkeitsstörung sind fließend, daher muss die Diagnose anhand genauer, internationaler Richtlinien erfolgen. Ein Mensch, der trotz einer auffälligen Persönlichkeit sozial stabil, nicht leidend und im Umgang für seine Mitmenschen nicht übermäßig belastend ist, hat keine Persönlichkeitsstörung!
Persönlichkeitsstörungen haben einen chronischen Verlauf und ihren Ursprung in der Kindheit bzw. Jugendzeit. Da die Betroffenen ihre besonderen Verhaltensweisen bereits manchmal seit Jahren haben, glauben sie selbst oft nicht an eine Erkrankung. Die Störung wird häufig nur vom Umfeld wahrgenommen. Die Therapiemotivation ist daher bei diesen Patienten ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung. Persönlichkeitsstörungen können aber auch einen erheblichen Leidensdruck für die Betroffenen bedeuten.
