Somatoforme Störungen (körperliche Beschwerden mit psychologischer Ursache)
Bei den somatoformen Störungen leiden Betroffene an körperlichen Beschwerden, die sich nicht durch organische Erkrankung erklären lassen. Der vergleichsweise schwierigen Diagnose gehen oft eine umfangreiche, ergebnislose medizinische Diagnostik und häufige Arztwechsel voraus. Da sich Menschen mit somatoformen Störungen sehr intensiv mit ihrem Körper beschäftigen, suchen sie auch bei kleinen Veränderungen bereits den Arzt mit der Bitte um intensive und oft aufwändige Untersuchungen auf.
Atemprobleme, Kribbeln, Schweißausbrüche, Übelkeit, Bauchschmerzen, Kopf- und Gesichtsschmerzen, Herzrasen, Brustschmerzen, Blähungen, Rückenschmerzen und Hitzewallungen gehören zu den häufigsten somatoformen Beschwerden.
Leidet man mehr als ein halbes Jahr unter solchen oder ähnlichen Symptomen ohne organische Ursache, spricht man von einer somatoformen Störung. Da Familie, Privatleben und Leistungsfähigkeit unter den Symptomen leiden und Ängste und Depression die Folge sein können, sollte diese Störung möglichst frühzeitig behandelt werden. Neben einer Neigung sich selbst zu beobachten, können auch unangenehme Erfahrungen und traumatische Erlebnisse eine solche Störung auslösen.
Sollten Sie befürchten zu den Betroffenen zu gehören, könnte in unserer Spezialsprechstunde Schmerz und somatoforme Störungen eine gründliche Diagnostik endlich Klarheit bringen. Einen besonderen Vorteil bei der Diagnostik bietet die Möglichkeit, andere Fachdisziplinen der Universitätsmedizin hinzuzuziehen, um eine körperliche Ursache auszuschließen und so die Diagnose zu sichern.
Bei der Behandlung profitieren Sie von dem beispielhaften, von unserer Klinik entwickelten Gruppensetting für die Behandlung somatoformer Störungen nach dem sog. Mainzer Modell (Beutel et al., 2008).
