Präventions- und Interventionsprogramme
Präventions- und Interventionsprogramm „Glücksspielsucht und Spielerschutz“
Seit dem Jahr 2000 führt das Kompetenzzentrum Verhaltenssucht (bis 01.10.2007: Interdisziplinäre Suchtforschungsgruppe Berlin) ein Präventions- und Interventionsprogramm „Glücksspielsucht und Spielerschutz“ durch, das neben der wissenschaftlichen Untersuchung pathologischen Glücksspiels vor allem die Etablierung eines funktionierenden Hilfesystems bundesweit anregt und lokal selber stellt. Das Projekt soll unmittelbar sowohl für Glücksspielsuchtgefährdete als auch Glücksspielsüchtige sowie deren Angehörige zugänglich sein. Neben einer eigens hierfür eingerichteten professionellen Suchtberatung für Betroffene und Angehörige werden die Mitarbeiter des Glücksspielanbieters insoweit ausgebildet, dass diese einen theoretischen Hintergrund für die Problematik und einen praktisch versierten Umgang mit hilfesuchenden Gästen erwerben. Somit können die Mitarbeiter bei Bedarf die Zuleitung entsprechend Betroffener zum Hilfesystem schnell und effektiv gewährleisten. Bei der Etablierung in mehreren Bundesländern und in Österreich wurden Kontakte zu den jeweiligen Hilfesystemen vor Ort hergestellt. Die daraus resultierende Vernetzung der Industrie als verantwortungsvolle Anbieter mit den entsprechenden regionalen Suchtberatungsstellen ist damit zur wegweisenden Möglichkeit geworden, gemeinsam und damit effektiv im Bereich der Glücksspielsucht präventiv und früh intervenierend wirksam zu werden. Im Zusammenhang mit der bundesweiten Etablierung des Präventions- und Interventionsprogramms „Glücksspielsucht und Spielerschutz“ erweiterte sich auch die Kooperation mit den zuständigen Senatsverwaltungen bzw. Ministerien.

