Visual Universitätsmedizin Mainz

Strahlentherapie?

Was ist Bestrahlung?
Die Strahlung, die zur Strahlentherapie genutzt wird, sind ionisierende Strahlen. Ionisierend bedeutet, dass Strahlung Moleküle aufbrechen kann. Bezogen auf den Tumor heißt das, dass die DNA der Tumorzellen Schaden nimmt und so die Zelle abstirbt.

Zu den ionisierenden Strahlen, die wir benutzen, zählen die Photonen (elektromagnetische Strahlung) und die Elektronen (Teilchenstrahlung). Photonen werden dann genutzt, wenn der Tumor etwas weiter in der Tiefe des Körpers sitzt, wobei Elektronen sich sehr gut eigenen, um eher oberflächliche Tumoren zu bestrahlen.

Was ist Strahlentherapie?
Die Strahlentherapie verwendet Strahlung, um bösartige Tumoren zu zerstören und so die Heilung des Patienten zu ermöglichen.

Ist der Krebs schon derart fortgeschritten, dass sich Metastasen gebildet haben und diese Probleme bereiten, zum Beispiel Atmennot, Schluckbeschwerden oder Knochenschmerzen, dann kann die Strahlentherapie Linderung bringen, dies nennt man dann palliative Therapie.

Sind Strahlen nicht gefährlich?
Wie Medikamente oder andere Maßnahmen in der Medizin gilt: Die Dosis und die Anwendung ist entscheidend, ob ein Stoff gefährlich wird. So steht es auch mit der Strahlung, der wir unsere Patienten aussetzen. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und befolgen interne und externe Richtlinien, um zu verhindern, dass  falsche Bestrahlungen erfolgen.

Strahle ich nach/während der Behandlung?
Die Strahlung selbst ist nicht radioaktiv. Deshalb wird weder der bestrahlte Patient radioaktiv verseucht, noch stellt er eine Strahlenbelastung für die Umwelt dar. Kleine Kinder können demnach ohne Bedenken auch kurz nach der Bestrahlung gehalten und umarmt werden.

Mit welchen Nebenwirkungen muss ich rechnen?
Obwohl man während der Therapiesitzungen von den Strahlen nichts spürt, kann es sein, dass sich im Laufe der Zeit – ein Bestrahlungszeitraum dauert zwischen drei und sechs Wochen, in denen man jeden Tag bestrahlt wird – verschiedene Nebenwirkungen bemerkbar machen. Diese hängen von der bestrahlten Körperregion ab. Häufig sind Hautrötungen und eine leichte Müdigkeit. Normalerweise wirken die Strahlen nur dort, wo sie hingelangen. Zum Beispiel kommt es nur zum Haarausfall bei der Bestrahlung des Kopfes. Schluckbeschwerden haben Patienten, die im Kopf-Hals-Bereich bestrahlt werden.

Wie kann ich Nebenwirkungen gering halten?
Hautreaktionen kann man sehr gut  mit täglicher Lotiopflege entgegen wirken. Bei Kopf-Hals-Bestrahlung sollte regelmäßig und gewissenhaft sechsmal am Tag mit einem speziellen  Mundwasser oder mit Salbeitee gegurgelt werden. Auch bei Spieseröhrenbestrahlungen hilft es, Salbeitee zu trinken. Speziellle Pflegemaßnahmen, Verhaltensweisen und Ernährung werden unsere Ärzte mit Ihnen besprechen.

Wir bitten unsere Patienten auf gar keinen Fall zu rauchen, um nicht nur Nebenwirkungen gering zu halten, sondern auch, um die Heilungschancen nicht zu gefährden.

Kontakt

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Bestrahlung: 
Geb. 210
Station:         Geb. 401

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