Visual Universitätsmedizin Mainz

Radiojodtherapie

Durch die Radiojodtherapie werden die überaktiven Bereiche der Schilddrüse gezielt von innen bestrahlt. Hierzu erfolgt in der Regel um die Mittagszeit die Einnahme der Radiojodkapsel. Nachdem Sie die Radiojodkapsel geschluckt haben unterliegen Sie den gesetzlichen Richtlinien des Strahlenschutzes, dass ist auch der Grund Ihres stationäres Aufenthaltes. Die Umwelt wird vor einer unnötigen Strahlenbelastung geschützt, d.h. unsere speziell ausgerichtete Station fängt Ihre Ausscheidungen in einer Abklinganlage auf und zwar so lange, bis die Radioaktivität abgeklungen ist. Während Ihres stationären Aufenthaltes dürfen Sie keinen Besuch empfangen, täglich (morgens und abends) messen Sie die Menge an Radioaktivität, die sich noch in Ihrem Körper befindet. Sobald Sie die gesetzlich vorgeschriebene Freigrenze, d.h. die gesetzlich vorgeschriebene maximale Restaktivität die sich noch in Ihrem Körper befindet, unterschreiten, können Sie nach Hause entlassen werden. Die Freigrenze und somit auch der Zeitpunkt der Entlassung ist individuell verschieden. Sie hängt von der Größe der Schilddrüse, der Art der Erkrankung, der Menge der eingenommen Radioaktivität und der Geschwindigkeit des Abbaus ab. Die Dauer des stationären Aufenthaltes ist dementsprechend von Patient zu Patient unterschiedlich. Sie kann zwischen drei und acht Tagen liegen. Der Entlassungstermin steht in der Regel ein bis zwei Tage vorher fest.

Gelegentlich, insbesondere bei großen Schilddrüsen, kann es nach Einnahme der Radiojodkapsel zu einem Druckgefühl im Halsbereich kommen. Das vorübergehende Anschwellen der Schilddrüse kann mit einer Eiskrawatte bzw. abschwellenden Medikamenten gelindert werden. Andere akute Nebenwirkungen der Radiojodtherapie sind sehr selten.

Um die Aufnahme des Radiojods in die Speicheldrüsen so gering wie möglich zu halten, bekommen Sie während der Behandlung unverdünnten und ungesüßten Zitronensaft, um so einen möglichst ständigen Speichelfluss aufrechtzuerhalten. Ein Hinunterschlucken des Zitronensaftes ist nicht erforderlich, eine Mundspülung ist ausreichend.

Um die Radiojodausscheidung aus Ihrem Körper zu beschleunigen, sollten Sie täglich ein bis zwei Liter trinken. Eine größere Trinkmenge kann die Ausscheidung nicht weiter erhöhen, sie führt nur zu einer unnötigen Belastung unserer Abwasseranlage bzw. Abklinganlage. Wegen der begrenzten Kapazität der Abwasseranlage bitten wir Sie um sparsamen Umgang mit dem Leitungswasser.

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