Dr. Teodora Nikolova

Alkylantien-Sensitivität
Das Ziel der Projektgruppe besteht gegenwärtig darin, die Rolle der DNA Doppelstrangbruch-Reparatur für die Zellsensitivität gegenüber methylierenden und chlorethylierenden Agenzien zu ermitteln. Es wird durch Verwendung reparaturdefekter Mutanten oder Tumorzellen, in denen Reparaturgene mittels „silencing RNA“ herrunterreguliert wurden, untersucht, ob HR und/oder NHEJ für die Sensitivität (Apoptose, Genotoxizität) gegenüber chlorethylierenden und methylierenden Agenzien eine Rolle spielen. Chlorethylierende Agenzien, zu denen die Zytostatika Nimustin u.a. gehören, wirken zytotoxisch auf Tumorzellen durch Induktion von DNA-Schäden. Ausgesprochen toxisch wirkende DNA-Schäden sind DNA-Doppelstrangbrüche (DSB), die als Folge der Reparatur und der „Prozessierung“ von DNA-Addukten entstehen und Apoptose oder Nekrose auslösen. Auch chlorethylierende Substanzen induzieren DSBs. Im laufenden Projekt untersuchen wir die Bildung und Reparatur der induzierten DSB im „Wildtyp“ und in reparaturdefekten Mutanten und ermitteln, welche Signalwege hierbei eine Rolle spielen. Weiter untersuchen wir, ob es eine Zellzyklusabhängigkeit der Entstehung von DSB gibt und ob die Herrunteregulierung von HR- oder NHEJ-Reparaturproteinen in Tumorzellen (Glioblastom- und Melanomzellen) die Sensitivität gegenüber chlorethylierenden Zytostatika beeinflusst. - Gefördert durch die DFG
Zudem gibt es am Institut ein Servicecenter, welches im Rahmen des MGMT-Konsortiums Diagnostik (Sensitivitäts-Marker) an Tumoren durchführt.
