Kompetenznetzwerke
BMBF – Krankheitsbezogenes Kompetenznetz "Degenerative Demenzen"
Seit 2008 wird das krankheitsbezogene Kompetenznetz „Degenerative Demenzen“ vom BMBF für drei Jahre gefördert. Die Universitätsmedizin Mainz ist als Gründungsmitglied und Partner mit dem Teilprojekt: „Transportstudien von Aß42 Oligomeren, NSAIDs und abgeleiteten Molekülen über die Blut-Hirnschranke“ beteiligt. Die Akkumulation von Aß42 Peptiden im Gehirn ist ein ursächlicher Schritt in der Pathogenese der Alzheimer-Erkrankung. Abß42 Peptide haben eine starke Tendenz zu aggregieren, und kleine Aggregate (Oligomere) wirken besonders zellschädigend. Aß-Oligomere stehen mit einzelnen Aß Peptiden (Monomere) in einem Gleichgewicht. Über die Regulation dieses Gleichgewichtes und den physiologischen Abbau der Oligomere ist jedoch wenig bekannt.
Die Blut-Hirnschranke ist eine natürliche Barriere im Körper, welche den Transport von Molekülen in das Gehirn oder umgekehrt aus dem Gehirn in die Peripherie reguliert. Auch Aβ Peptide und Medikamente wie nicht-steroidale Antirheumatika (NSAIDs) können die Blut-Hirnschranke nicht frei passieren. Aβ-Peptide gelangen aus dem Gehirn nur über spezielle Transporter in die Blutbahn, um anschließend z.B. in der Leber abgebaut zu werden. Eine ungeklärte Frage ist, ob Aβ-Oligomere über die Blut-Hirnschranke transportiert werden können, oder ob sie hierfür zunächst in Monomere zerlegt werden müssen.
Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Claus Pietrzik
Institut für Physiologische Chemie und Pathobiochemie
Tel. 06131 39-25390
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Chirurgisches Regionales Studienzentrum Mainz (CHIR-Net)
Seit Oktober 2006 wird das Chirurgische Regionale Studienzentrum Mainz vom BMBF für drei Jahre gefördert.
Ziel ist die Weiterentwicklung der klinischen Forschung in den operativen Disziplinen sowie die Untersuchung des klinischen Nutzens operativer Verfahren in prospektiven, randomisierten klinischen Studien, um damit einen Beitrag für die Evidenz der chirurgischen Therapie zu leisten. Dies geschieht in enger Kooperation mit den chirurgischen und zahnmedizinischen Einrichtungen sowie dem Schwerpunkt "Minimal Invasive Chirurgie".
Zu den Aufgaben des Zentrums zählen:
- Schaffung einer professionellen Infrastruktur für Chirurgische Studien (Qualitätssicherung, Studienmethodik, Fortbildung, IT und Datenmanagement)
- Initiierung und Durchführung von multizentrischen klinischen Studien
- Verbesserung von Patientenrekrutierung durch regionale Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit
- Transfer wissenschaftlicher Ergebnisse in die klinische Versorgung
Kontakt:
Dr. M. Seibert-Grafe
Interdisziplinäres Zentrum Klinische Studien (IZKS)
Tel. 06131 17-9912
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Kompetenznetz Asthma und chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD)
Das Deutsche Kompetenznetz Asthma und chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD) ist ein Verbund, der vom BMBF unterstützt wird. Die Universitätsmedizin Mainz ist Teilnehmer im Bereich ASTHMA/MRI. Sie wirkt an der konkreten Zielsetzung des Kompetenznetzes, Fortschritte bzgl. der Prävention, Diagnostik und Therapie von Asthma zu erzielen, mit. Hierfür werden im Rahmen des Kompetenznetzes verschiedenartige Projekte mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen bearbeitet, die von grundlagenorientierten, zellbiologischen und/oder tierexperimentellen Arbeiten über methodisch technische Entwicklungen bis zur Bildung und longitudinalen Verfolgung von Patientenkohorten. Dazu kommen entsprechende Bio- und Imagebanken.
Der Bereich ASTHMA/MRI hat folgende konkrete Ziele:
- Entwicklung der MRT der Lunge als ein geeignetes und routinetaugliches diagnostisches Verfahren für COPD und Asthma.
- Entwicklung und Implementierung von MR-Messprotokollen zur Phänotypisierung, Quantifizierung von Einschränkungen der Lungenfunktion und Definition von Zielregionen für operative und interventionelle Therapien.
- Entwicklung einer Software – Plattform für die MRT der Lunge zur Quantifizierung im Monitoring von Therapieeffekten und in der Überwachung des Krankheitsverlaufs.
Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Christoph Düber
Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
Tel. 06131 17-7371
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Koordinierungszentrale des Paediatrischen Netzwerks (PAED-Net)
Das pädiatrische Netzwerk PAED-Net hat zum Ziel, Infrastruktur und Expertise für Arzneimittelstudien in der Pädiatrie aufzubauen, um zur Verbesserung von Arzneimitteltherapie und -sicherheit in Deutschland beizutragen. Seit Herbst 2002 werden an sechst Universitätsstandorten innerhalb der bestehenden Koordinierungszentren für Klinische Studien pädiatrische Module und deren Koordinierungszentrale in Mainz vom BMBF gefördert.
Kontakt:
Dr. M. Seibert-Grafe
Interdisziplinäres Zentrum Klinische Studien (IZKS)
Tel. 06131 17-9912
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