Visual Universitätsmedizin Mainz

Während der Operation

Der gesamte Operationsablauf dauert meistens weniger als 30 Minuten. Sie werden auf dem speziellen Operationsbett auf dem Rücken liegen, während Sie unter der Laserapparatur platziert werden. Die Lasersysteme bestehen äußerlich aus einer großen kastenförmigen Maschine mit Operationsmikroskop und Kontrollbildschirmen.

Zunächst wird die Oberfläche Ihres Auges mit Augentropfen betäubt, die Gesichtshaut in der Umgebung des Auges, die Lider und Wimpern werden gesäubert und desinfiziert. Dann wird eine elastische Klammer eingesetzt, die Ihnen hilft, das Auge während der Operation offen zu halten.

Wenn für die Schaffung der oberflächlichen Hornhautlamelle ein mechanisches Instrument (Mikrokeratom) eingesetzt wird, setzt der Arzt zuerst einen Ring auf die Oberfläche des Auges auf, mit dem das Auge durch einen Vakuum-Ansaugvorgang stabilisiert wird. Während dieses Zeitraums können Sie nicht sehen, Sie werden ein Druckgefühl merken: Dieser Teil der Prozedur wird von manchen Patienten als störend und unangenehm empfunden. Dann wird das Mikrokeratom auf dem ringförmigen Rahmen positioniert und mit der eingebauten, extrem schnell oszillierenden Klinge die oberflächliche Lamelle der Hornhaut geschaffen. Diese Stahlklingen sind so scharf und präzise geformt, dass sie nur ein einziges Mal verwendet werden können und dann vernichtet werden.Hernach werden der Ringrahmen und das Instrument vom Auge entfernt

Bei der “Femto-LASIK” wird statt eines Messers ein spezieller Hochpräzisionslaser eingesetzt, um die oberflächliche Lamelle der Hornhaut zu präparieren. Diese Laser werden als Femtosekundenlaser bezeichnet, da sie extrem kurzdauernde Laserpulse abgeben, die im Bereich von Femtosekunden liegen. Eine Femtosekunde ist eine Billionstel Sekunde (0,000000000000001 sek.)

Hierfür wird Ihr Auge unter dem Objektiv des Lasers positioniert und mit einem Kunststoffinstrument mit feinen Vakuumöffnungen gehalten. Dies kann mit einem unangenehmen Gefühl verbunden sein, das jedoch typischerweise nur kurz, nämlich während der Prozedur anhält. Die Energie der unsichtbaren ultrakurzen Laserpulse wird in eine extrem präzise definierte, vorher genau berechnete Ebene der Hornhaut fokussiert und teilt dort das Gewebe, ohne zu schneiden. Nach einigen Sekunden ist der Vorgang beendet, das Halteinstrument wird entfernt. Zu diesem Zeitpunkt sehen Sie typischerweise vollständig verschwommen mit dem gerade behandelten Auge, weil durch den Laser ein feiner Gasbläschen-Nebel in der Hornhaut entsteht, der sich jedoch nach einigen Minuten verflüchtigt.

Als nächstes wird der Patient unter dem Lasersystem platziert, das für die eigentliche Korrektur der Fehlsichtigkeit vorgesehen ist. Hier wird das Gesicht teilweise mit einer speziellen dünnen Kunststofffolie abgedeckt, die ein steriles Operationsfeld bietet. Sodann wird unter dem Licht des Operationsmikroskops der Flap der Hornhaut mit feinen Instrumenten eröffnet und zurückgeklappt, um das zu behandelnde Gewebe freizulegen. In diesem Moment wird auch das computergesteuerte Nachführungssystem für das Auge aktiviert, das dafür sorgt, dass der Laserstrahl immer exakt das Ziel auf der Hornhaut trifft. Hierfür dient eine spezielle Software, die den Laser binnen Tausendstel-Sekunden der Pupille nachführt.

Es ist für den Operationserfolg ganz entscheidend wichtig, dass Sie während der Prozedur den Anweisungen des Arztes genau Folge leisten. Sie werden aufgefordert, auf ein blinkendes Licht im Laser zu blicken und dieses konzentriert zu fixieren. Sobald das Laserprogramm gestartet wird, werden Sie ein rasselndes Geräusch hören und evtl. Geruchswahrnehmungen bemerken. Das prickelnde Geräusch wird durch die vielen Tausend Laserpulse erzeugt, die in schneller Abfolge für die Formgebung der Hornhaut eingesetzt werden. Manche Patienten geben an, kurzzeitig einen Geruch wie von versengtem Haar wahrzunehmen. Die Laserenergie, die auf das Auge abgegeben wird, wird computergesteuert verteilt und führt durch Verdampfung von winzigen Gewebsschichten zur Verformung der Krümmung der Hornhaut.

Dies ist der eigentliche Teil der Operation zur Korrektur Ihrer Fehlsichtigkeit. Die Dauer des „Laserns“ liegt typischerweise nur im Sekundenbereich!

 
Am Ende des Laserns wird die feine oberflächliche Hornhautlamelle wieder in ihre natürliche Position geklappt und mit einer dünnen Spülvorrichtung gespült. Dabei werden bereits Medikamente zur Verhinderung von Infektion und Entzündung eingegeben.

Eventuell wird eine Verbandskontaktlinse am Ende der Operation auf das Auge aufgelegt, um den sicheren Halt des Flaps zu gewährleisten, da dieser ja meist nicht festgenäht wird. Manchmal verwenden wir auch eine durchsichtige Augenklappe, damit der Patient nicht unbeabsichtigt mit dem Finger am Auge reibt und dadurch die Lamelle verschiebt, da diese in der Anfangszeit sehr locker aufliegt.

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