Visual Universitätsmedizin Mainz

17. November 2016

Weltfrühgeborenentag: Universitätsmedizin Mainz setzt Zeichen für Frühgeborene

Am Donnerstag, 17. November, wird das Gebäude 301 lila angestrahlt

Anlässlich des Weltfrühgeborenentags am Donnerstag, 17. November, werden rund um den Globus Gebäude und Denkmäler lila angestrahlt. Ziel der Aktion ist es, weltweit und über Landesgrenzen hinweg Frühgeburt und ihre Folgen zu thematisieren. Auch das gesamte Gebäude 301 (Haupteingang der Universitätsmedizin Mainz, Langenbeckstr. 1, 55131 Mainz) wird an diesem Tag von 17.00 bis 23.00 Uhr lila leuchten. An der Universitätsmedizin Mainz werden jedes Jahr rund 400 bis 500 Frühgeborene und kranke Neugeborene behandelt. Deutschlandweit sind es rund 60.000 Kinder, die zu früh zur Welt kommen. Frühgeborene haben eine erhöhte Sterblichkeitsrate und leiden deutlich häufiger unter Entwicklungsstörungen als Reifgeborene.

„Ein sichtbares Zeichen für Frühgeborene zu setzen“, das ist laut Dr. André Kidszun vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin das Ziel der gemeinsamen Aktion des Vereins Frühstart e.V. Mainz und der Universitätsmedizin Mainz am Weltfrühgeborenentag, der 2008 ins Leben gerufen wurde. Dr. Kidszun ist neben seiner Tätigkeit als Neonatologe an der Universitätsmedizin Vorsitzender von Frühstart e.V. Mainz.

Tatsächlich sind Eltern eines frühgeborenen Kindes einer enormen, emotionalen Belastung und psychischem Stress ausgesetzt. Oft geht der Frühgeburt ein längerer Aufenthalt in der Frauenklinik voran. „Sie haben lange und immer wieder Angst um ihr Kind“, so Dr. Kidszun. „Gleichwohl wir alle Möglichkeiten der modernen Geburtsmedizin ausschöpfen, kommen manche Kinder früher als geplant zur Welt“, so Univ.- Prof. Dr. Annette Hasenburg, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Frauengesundheit. Viele Frühgeborene müssen Wochen bis Monate nach Ihrer Geburt stationär behandelt werden. Während dessen sind sie oft von Eltern und Familie getrennt. In ihrer Entwicklung benötigen sie langfristige medizinische und psychosoziale Unterstützung. Die gravierendsten Folgen der Frühgeburtlichkeit sind eine erhöhte Sterblichkeit und neurologische Entwicklungsstörungen.

Zur emotionalen Belastung komme für die Eltern eines frühgeborenen Kindes die soziale und finanzielle Belastung hinzu, weiß Univ.-Prof. Dr. Eva Mildenberger. Das fange etwa bei Fahrten zur Klinik und unzähligen Arztbesuchen an und gehe weiter über die anspruchsvolle Förderung der Frühgeborenen im Kindesalter bis hin zu Arbeits- und Verdienstausfällen. Auch blieben oft die Geschwister der Frühgeborenen auf der Strecke, weil für sie nur wenig Zeit übrig bleibe. „Auf diese spezifischen Probleme von Frühgeburt wollen wir die Öffentlichkeit aufmerksam machen“, erklärt Prof. Mildenberger, Leiterin der Sektionen Neonatologie und perinatologische Intensivmedizin, und fügt hinzu: „Frühgeburt ist eine Bürde und ein signifikantes Gesundheitsproblem. Auch diese Kinder sind unsere Zukunft, sie sollten bestmöglich behandelt und so gesund wie nur möglich entlassen werden.“

Wir würden uns freuen, Sie als Vertreter der Presse bei dieser Aktion am Weltfrühgeborenentag begrüßen zu dürfen. Gegen 17:30 Uhr stehen Vereinsvertreter und Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegende der Neonatologie für Fragen zur Verfügung. Gerne vermitteln wir Ihnen einen Ansprechpartner.

 

Kontakt
Dr. André Kidszun
Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin
Universitätsmedizin Mainz
Telefon 06131/17-5890
E-Mail: Andre.Kidszun@unimedizin-mainz.de

Pressekontakt
Oliver Kreft
Stabsstelle Kommunikation und Presse Universitätsmedizin Mainz
Telefon 06131  17-7424
Fax 06131  17-3496
E-Mail:  pr@unimedizin-mainz.de

 

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.300 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de