Visual Universitätsmedizin Mainz

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Grundsätzliche Fragen

Wofür ist eine Gefährdungsbeurteilung notwendig?

Um berufliche Gefährdungen für die werdende Mutter und das ungeborene Kind erkennen und vermeiden zu können, ist der Dienstherr bzw. Arbeitgeber, vor Ort vertreten durch die Schul-/Seminarleitung, gesetzlich verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Insbesondere Infektionskrankheiten wie z.B. Röteln können bei fehlender Immunität der Mutter zu schwerwiegenden Komplikationen beim ungeborenen Kind führen.
Die gesetzliche Verpflichtung ergibt sich u.a. aus dem Mutterschutzgesetz und der Landesverordnung über den Mutterschutz für Beamtinnen im Lande Rheinland-Pfalz.

Warum treffen viele Fragen in der Gefährdungsbeurteilung auf meine Dienststelle nicht zu?

Die Online-Gefährdungsbeurteilung ist für alle Schwangeren im rheinland-pfälzischen Schuldienst konzipiert. Wir haben uns entschieden, für alle Bediensteten nur einen Fragebogen einzusetzen, da es viele Überschneidungen der Tätigkeiten in den einzelnen Schularten gibt und die Gefahr dann geringer ist, Gefährdungen zu übersehen und zu vergessen. Ein gemeinsamer Fragebogen für alle Schwangeren erfordert die Berücksichtigung z.T. sehr spezifischer Tätigkeitsbereiche. Sollten bestimmte Fragen/Gefährdungen an Ihrer Dienststelle keine Relevanz haben, geben Sie bitte an, dass die Gefährdung nicht vorliegt (i.d.R. durch Anklicken von „Nein“). Des Weiteren haben Sie am Ende der Online-Gefährdungsbeurteilung die Möglichkeit, weitere Gefährdungen in einem Freitextfeld zu vermerken.

Speicherung der Daten und Datenschutz

Was passiert mit den Daten und wie sind sie geschützt?

Der Datenschutz ist für sämtliche Angaben, die im Zuge der Online-Gefährdungsbeurteilung mitgeteilt werden, sichergestellt. Zudem werden die Angaben zu den Gefährdungen und dem Immunitätsstatus separat von den personenbezogenen Daten der Schwangeren (Name, Vorname, Geburtsdatum) auf die Server der Universitätsmedizin Mainz übermittelt und dort auch separat gespeichert. Diese Daten können nur vom Institut für Lehrergesundheit (IfL) namentlich zusammengeführt werden. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IfL unterliegen der Schweigepflicht.
Eine positive Stellungnahme des Datenschutzbeauftragten der Universitätsmedizin Mainz zum Vorgehen liegt vor.

Wie werden die Daten der Online-Gefährdungsbeurteilung und Kopien der Immunitätsnachweise an das IfL übermittelt?

Nach Beenden der Online-Gefährdungsbeurteilung werden die Daten der Schwangeren über eine sichere Übertragung an einen Server der Unimedizin übermittelt und von dort, ebenfalls über eine gesicherte Übertragung, an das IfL weitergegeben. Die Immunitätsnachweise sind dem IfL via EPoS (IfL@sl.bildung-rp.de) zuzusenden. Eine Übermittlung per Fax oder E-Mail bietet keinen Datenschutz.

Ist eine Unterschrift auf der Online-Gefährdungsbeurteilung notwendig?

Nein, eine Unterschrift am Ende der Online-Gefährdungsbeurteilung ist weder technisch möglich noch notwendig. Sie müssen die Befragung am PC ausfüllen und am Ende digital ohne Unterschrift absenden.

Verfahren

Muss eine Gefährdungsbeurteilung auch durchgeführt werden, wenn die Schwangere krankgeschrieben ist?

Ja, die Gefährdungsbeurteilung ist dennoch durchzuführen. Einerseits, weil die Schwangere in die Schule zurückkehren kann. Andererseits aber auch deshalb, weil von der gesetzlichen Verpflichtung keine Ausnahmen vorgesehen sind.

Muss eine Gefährdungsbeurteilung auch durchgeführt werden, wenn für die Schwangere bereits ein Beschäftigungsverbot besteht?

Die Gefährdungsbeurteilung ist dennoch durchzuführen, für den Fall, dass der Grund für das Beschäftigungsverbot entfällt und die Schwangere an den Arbeitsplatz zurückkehrt. Aber auch deshalb, weil von der gesetzlichen Verpflichtung keine Ausnahmen vorgesehen sind.

Wie ist zu verfahren, wenn der Immunitätsstatus der Schwangeren nicht binnen 24 Stunden geklärt werden kann?

Die Gefährdungsbeurteilung ist dennoch in der genannten Frist durchzuführen und alle bereits verfügbaren Dokumente (Mutterpass, relevante Laborbefunde, Impfpass) sind dem IfL zu übermitteln.
Der erforderliche Immunitätsstatus ist von der Schwangeren unverzüglich zu klären und dem IfL über die Leitung, die die Gefährdungsbeurteilung durchgeführt hat, mitzuteilen.

Welche Dokumente können als Nachweise für die Immunität gegen Masern, Mumps, Röteln, Ringelröteln und Windpocken eingereicht werden?

Als Nachweise können folgende Dokumente eingereicht werden:

a.    Mutterpass: Rötelnimmunität und falls vorhanden, weitere Seiten mit Antiköperbestimmungen.
b.    Impfpass: Am besten den kompletten Impfpass in Form einer gut lesbaren Kopie/Scan vorlegen. Insbesondere relevant sind die Seiten über die Impfungen gegen:
    -    Masern, Mumps, Röteln
    -    ggf. Windpocken
    -    Grippe (Influenza)
    -    Keuchhusten/Tetanus/Diphtherie
    -    Hepatitis (bei pflegerischer Tätigkeit)
c.    Laborbefunde (z.B. vom Gesundheitsamt oder Gynäkologen)
d.    Briefe vom Gesundheitsamt, in denen die Immunitäten für die oben angegebenen Erkrankungen beurteilt werden.

Wurde der Immunitätsstatus bei der Einstellung der Schwangeren erhoben und dem IfL mitgeteilt, kann das IfL auf diese Daten zurückgreifen.

Sie möchten Kontakt zum IfL aufnehmen, z.B. wegen technischer Schwierigkeiten bei der Online-Gefährdungsbeurteilung oder weil Ihre Frage zur Online-Gefährdungsbeurteilung nicht in den FAQ enthalten ist?

Fragen Sie uns - wir helfen gerne weiter! Sie können sich Mo-Do von 08:00 bis 16:00 Uhr und Fr von 08:00 bis 13:00 Uhr telefonisch (06131 / 17-8850) oder per E-Mail über EPoS (IfL@sl.bildung-rp.de) an das IfL wenden.