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Schwindel

Definition

Als Schwindel wird entweder eine unangenehme Störung der räumlichen Orientierung bezeichnet oder die fälschliche Wahrnehmung einer Bewegung des Körpers (Drehen /Schwanken) oder der Umgebung. Gerade bei der vieldeutigen Angabe des Patienten, unter "Schwindel" zu leiden, ist sowohl die sorgfältige Erhebung der Anamnese als auch die neuro-ophthalmologische und neuro-otologische Untersuchung von besonderer Bedeutung. Dabei sollten Anamnese und klinische Untersuchung zunächst darauf abzielen, peripher- vestibuläre von zentral-vestibulären Schwindelformen zu unterscheiden.
Die technischen Zusatzuntersuchungen sind in vielen Fällen von untergeordneter Bedeutung.

Einteilung, Ausprägung, und Ursachen

Die verschiedenen Schwindelsyndrome lassen sich einteilen in peripher-vestibuläre (das Labyrinth oder den Nervus vestibularis betreffend), zentral-vestibuläre (meist vom Hirnstamm oder Cerebellum ausgehend) und psychogene Formen. Die häufigsten Erkrankungen oder Syndrome, bei denen Schwindel auftritt sind der benigne periphere paroxysmale Lagerungsschwindel (BPPV) (ca. 20%), der phobische Schwankschwindel (ca. 15%), zentral-vestibuläre Schwindelformen (ca. 15%), die basiläre Migräne, die Neuritits vestibularis und der Morbus Menière mit jeweils ca. 10 %.

Diagnostik

Systems sowie der Stand- und Haltungsregulation können durch sorgfältige Untersuchung - auch ohne graphische Registrierung der Augenbewegungen - erkannt und topographisch zugeordnet werden.
Als apparative Zusatzuntersuchung sind die psychophysische Bestimmung der Subjektiven Visuellen Vertikalen Verkippung der Visuellen Vertikalen, die Fundusphotographie zur Feststellung einer Verollung der Augen, die Elektronystagmographie zur Registrierung horizontaler und vertikaler Augenbewegungen. Hierbei läßt sich mittels kalorischer Testung die Erregbarkeit und damit die Funktion des horizontalen Bogengangs seitengetrennt erfassen.

Therapie

Die Behandlung der verschiedenen Schwindelformen umfaßt medikamentöse, physikalische, operative und psychotherapeutische Maßnahmen. Da die meisten Schwindelsyndrome einer spezifischen Therapie bedürfen, ist die richtige diagnostische Einordnung Grundvoraussetzung jeder Behandlung.

Weitere Informationen

http://www.schwindelambulanz-muenchen.de/

Bitte lesen Sie hierzu auch die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) unter den Stichworten Vertigo, Neuritis vestibularis, oder BPPV (http://www.dgn.org/11.0.html).