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Orthoptik

Das Wort “Orthoptik” setzt sich aus dem Griechischen orthos = richtig und opsis = das Sehen zusammen. Die Orthoptistin untersucht und misst Störungen im Bereich des beidäugigen Sehens und der Augenbewegungen. Sie befasst sich mit der Untersuchung und Behandlung folgender Krankheitsbilder: Schielen (Strabismus), Sehschwächen (Amblyopie), Störungen des beidäugigen Sehens, Augenbewegungsstörungen, Augenzittern (Nystagmus).

Die Orthoptistin in der neurologischen Klinik arbeitet hauptsächlich mit Patienten, welche unter Augenbewegungsstörungen, Schwindel, Nystagmus und daraus folgenden Sehstörungen (Doppelbilder, Scheinbewegungen der Umwelt) aufgrund einer neurologischen Grunderkrankung (Schlaganfall, entzündliche , degenerative Prozesse) leiden.

Routinemäßig wird zunächst die Sehschärfe festgestellt. Weiterhin werden Untersuchungen für die Gleichgewichtsbahnen durchgeführt. Dazu gehören die Bestimmung der Subjektiven Visuellen Vertikalen (SVV) und eine Aufnahme vom Augenhintergrund.

Darüber hinaus werden Beweglichkeit und Zusammenarbeit beider Augen untersucht.
Doppelbilder sind Ausdruck einer gestörten Zusammenarbeit beider Augen. Verschiedene Tests geben hierüber Aufschluss. Mögliche Maßnahmen bei Doppelbildern sind z.B. Gläserausgleich mit Prismen oder Okklusion (Abdecken eines Auges).