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Harnröhrenklappen - Urethralklappe

Bei der Harnröhrenklappe handelt es sich um eine Membran zwischen prostatischer und mebranöser Harnröhre mit kleiner Öffnung im hinteren Anteil. Durch diese sehr frühe Obstruktion der Harnwege kann es zur beidseitigen Harntransportstörung, Aszitis, Lungenhypoplasie, zystischen Nierenhypoplasie, Harnverhalt bzw. Miktion im dünnen Strahl kommen.
Ca 2/3 der Harnröhrenklappen werden bereits pränatal erkannt. Die pränatale Therapie ist mit hohen Risiken behaftet und hat wenig Einfluss auf die Nierenfunktion. Besteht der Verdacht auf eine Urethralklappe, erfolgt nach der Geburt ein MCU um die Diagnose zu bestätigen. Die Therapie besteht in einer frühzeitigen endoskopischen Inzision der Klappe um eine normale Miktion zu ermöglichen. Ein wesentlicher prognostischer Faktor ist die Höhe des Kreatinins im ersten Lebensjahr. Kommt es nicht zu einer Verbesserung der Nierenfunktion bzw. besteht trotz der Entlastung der Blase eine starke Erweiterung der oberen Harnwege, so ist u. U. eine weitere operative Intervention notwendig. Langfristig muss auf eine normale Blasenentleerung der Patienten geachtet werden, da Störungen der Blasenfunktion nicht selten sind.