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Plattform 3

Thrombozyten-Phänotyp- und Funktionsanalyse

Neben ihrer zentralen Rolle in der Hämostase und Thrombose sind Thrombozyten (Blutplättchen) entscheidende zelluläre „Player“ der Entzündung, Arteriosklerose, Angiogenese, Infektabwehr und hämatogenen Tumormetastasierung. Ihre Funktionsintegrität ist eine wichtige Grundvoraussetzung für eine intakte Hämostase und Wundheilung. Funktionsfähige Thrombozyten interagieren und kommunizieren aber auch mit anderen Blutzellen und vaskulären Zellen, aus denen funktionelle Veränderungen der Bindungspartner resultieren. Dabei fungieren heterozelluläre Assoziate zwischen Thrombozyten und Leukozyten in der Blutzirkulation als ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Hämostase- und dem Entzündungssystem.

Grafik

Ex vivo Detektion von humanen Thrombozyten-Monozyten Assoziaten im peripheren Blut mittels Durchflusszytometrie (Dot plot Darstellung einzelner Zellen und Zell-Assoziate) und Fluoreszenzmikroskopie.


 

 

 

 


Spezifische Thrombozyten-Funktionstests stellen nicht nur geeignete ex vivo/in vitro-Methoden für die Erforschung der Thrombozyten-Physiologie und –Pathobiochemie dar, sondern sie sind auch für die klinische Diagnostik von thrombozytären Defekten und thrombozytär bedingten Erkrankungen sowie für das Monitoring von gerinnungs-beeinflussender Therapie und individualisierter Behandlung einsetzbar.


In Ergänzung zu der traditionellen Thrombozyten-Aggregometrie bietet das Plattformlabor moderne Methoden für die detaillierte ex vivo/in vitro Untersuchung der

Diese Laborplattform soll CTH-assoziierten aber auch externen wissenschaftlichen und klinischen Kooperationsgruppen die Möglichkeit bieten, für ihre jeweiligen Fragestellungen inklusive klinische Studien auf moderne Methoden im Bereich der humanen und murinen Thrombozyten-Phänotypisierung und -Funktionsanalyse zu zugreifen.

 

Darüber hinaus bietet die Plattform mit ihrem Methodenspektrum und Expertise eine spezielle Diagnostik von Blutungs- oder Thrombose-verursachenden Thrombozyten-Funktionsstörungen in Zusammenarbeit mit den Gerinnungsambulanzen I und II des CTH an.

Projekte, bei denen die Methode zum Einsatz kommt

Wissenschaftlicher Plattform-Koordinator

PD Dr. rer. nat. Jurk
PD Dr. rer. nat. Kerstin Jurk
Funktionen: Projektleiterin

06131 17-8278
kerstin.jurk@unimedizin-mainz.de

Plattform-Supervisor

Groß (geb. Schwierczek, in Elternzeit)
Kathrin Groß (geb. Schwierczek, in Elternzeit)
Funktionen: Technische Assistentin

06131 17-8296
kathrin.gross@unimedizin-mainz.de

Referenzen