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Urtikaria
PD Dr. med. P. Staubach

Urtikaria- und Angioödem-Sprechstunde

In der Urtikaria-Sprechstunde (Nesselsucht-Sprechstunde) werden Kinder und Erwachsene mit verschiedenen Formen der Urtikaria (spontan und induziert) versorgt.

Die Urtikaria ist eine Mastzellvermittelte Erkrankung, die mit und ohne Angioödemen auftreten kann. Es gibt sehr viele Subtypen der Urtikaria. Je nach Auftreten (spontan/induziert) kennt man Auslöse- und Triggerfaktoren. In der Urtikaria-Sprechstunde (Kinder und Erwachsene) werden diese durch verschiedene diagnostische Maßnahmen ermittelt und therapiert.

Es wird je nach vermutetem Subtyp ein Diagnosepfad erarbeitet, durch den vermeintliche Ursachen oder individuelle Triggerfaktoren erkannt werden, wodurch eine effektive Behandlung ermöglicht wird. Neueste Therapieoptionen (inkl. Studien), Ernährungsberatung und mögliche psychosomatische Aspekte werden mit berücksichtigt. Die Urtikaria-Sprechstunde der Hautklinik Mainz arbeitet engagiert im nationalen Urtikaria Netzwerk (UNEV), das unter www.urtikaria.net für jeden betroffenen Patienten und Arzt wichtige Tipps zur Verfügung stellt.

Treten Angioödeme alleine auf, muss man differentialdiagnostisch an sogenannte bradykininabhängige und andere Angioödeme denken. Haut- und Schleimhäute können wie bei den mastzellabhängigen Angioödemen betroffen sein. Das Erscheinungsbild, die Symptome sowie die Dauer der Erkrankung unterscheiden sich je nach Subtyp dieser Erkrankung.

In der Spezial-Sprechstunde werden anhand eingehender Krankheitsanamnese und diversen Laborspezialuntersuchungen der Subtyp ermittelt und mit dem Patienten die geeignete Therapie inklusive Einflussfaktoren eingehend besprochen.

Diagnostik und Behandlungsangebot

  • Analyse der individuellen Auslösefaktoren (z.B. Bakterien, Pseudoallergene)
  • Hautfunktionsproben
  • Leitliniengerechte individualisierte Therapiekonzepte
  • Toleranzinduktion
  • Ernährungsberatung
  • Autologer Serumtest nach Greaves
  • Physikalische Testungen wie z.B. Kälteund Wärmetestungen incl. Schwellentemperaturermittlung (Temptest®)
  • Spezifische Laboruntersuchungen zur Subtypisierung des Angioödems
  • Analyse der individuellen Auslösefaktoren (z.B. Allergene, Medikamente, Bakterien, Pseudoallergene)
  • Leitliniengerechte individualisierte Therapiekonzepte
  • Schulung der Patienten zur Heimselbstbehandlung