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Zwangsstörungen

Das Leben in einer Gemeinschaft unterwirft alle Menschen gewissen Zwängen: An einen geregelten Tagesablauf und soziales Miteinander werden wir von Kindesbeinen an gewöhnt. Die Bedeutung, die festgelegte Verhaltensweisen für einzelne Menschen haben, ist allerdings verschieden. In ihrer extremen Form spricht man von Zwängen, von denen sich die Betroffenen nicht ohne professionelle Hilfe freimachen können.

Etwa 1-2 % der Bevölkerung leiden im Laufe Ihres Lebens an Zwängen. Bei Frauen findet man häufiger sogenannte Waschzwänge, bei Männern hingegen Kontrollzwänge. Meist beginnt die Erkrankung im frühen Erwachsenenalter, oft nach belastenden Lebensereignissen.

Im frühen Stadium werden Zwänge noch als eine Art persönlicher Aberglaube abgetan und die Zwangshandlung kraftraubend unterdrückt. Da Betroffene sich häufig sehr für ihre Erkrankung schämen, vergehen trotz Einschränkungen und starker Belastungen meist viele Jahre, bis sie sich in Behandlung begeben.