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Psychotherapie der Online-Sexsucht (Pornografie-Nutzungsstörung)

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Leitung

Dr. sc. hum. Dipl.-Psych. Klaus Wölfling

Integrative Gruppenpsychotherapie für Online-Sexsucht

Therapeutenteam:
Dr. sc. hum. Dipl.-Psych. Klaus Wölfling
(Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten, Schwerpunkt Verhaltenstherapie)

M. Sc. Nadine Schabinger
(Approbierte Psychologische Psychotherapeutin, Schwerpunkt Tiefenpsychologie/Psychoanalyse)


Terminvereinbarung

Montag bis Donnerstag 08.00 – 16.00 Uhr
Freitag 8.00 bis 13.00 Uhr

Tel. 06131 17-7381
Fax 06131 17-6439

 Sekretariate-pt@unimedizin-mainz.de


Adresse

Gebäude 920  Lageplan (Pdf , 1,4 MB)  (1.3 MB)
Poliklinik und Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Untere Zahlbacher Str. 8
55131 Mainz

Diagnostik

Mit unserer Expertise stellen wir fest, ob eine Online-Sexsucht vorliegt und sprechen eine Empfehlung für eine dem Schweregrad entsprechende Behandlung aus. Die Diagnostik ist dabei von einer wertfreien Grundhaltung gegenüber dem süchtigen  Verhalten geprägt. Auf diese Weise soll Raum für den Patienten entstehen, um sich öffnen zu können, Ängste anzusprechen und die mit dem Suchtverhalten einhergehende Scham zu überwinden. Als entlastend wird dabei häufig erlebt, das Problemverhalten als Krankheit anzuerkennen, für die es Behandlungsmöglichkeiten gibt.

Was versteht man unter Online-Sexsucht?

Wissenschaftlicher und klinischer Schwerpunkt der Ambulanz für Spielsucht an der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz sind die Entwicklung und Überprüfung von Therapieangeboten für unterschiedliche Verhaltenssüchte, insbesondere der Internetsucht.
Auch die Nutzung sexualitätsbezogener Inhalte aus dem Internet kann suchtartige Züge annehmen. Häufige Bereiche hierbei sind:

Anzeichen für eine solche Entwicklung sind v.a. sozialer Rückzug, Verlust oder Interesse an anderen Aktivitäten und daraus resultierende Probleme im beruflichen und privaten Bereich.
Auf der Basis aktueller  Forschungsergebnisse haben wir ein innovatives, integratives, gruppentherapeutisches Konzept entwickelt, das die Veränderungskraft von Gruppentherapien nutzt und durch begleitende Einzel- oder Paargespräche zugleich individuelle Problemlagen berücksichtigt.

Therapieangebot

Die Gruppentherapie findet in Form von wöchentlichen Sitzungen (á 100 min) in unserer Ambulanz statt und kann durch 50-minütige Einzelgespräche und Paar- bzw. Angehörigengespräche ergänzt werden. Die Sitzungen werden von einer Therapeutin und einem Therapeuten gemeinsam geleitet. Die Teilnehmerzahl beträgt 4 bis 10 Patienten. Coronabedingt ist die Behandlung derzeit auch telemedizinisch möglich.
Das therapeutische Vorgehen ist darauf ausgerichtet, eine Abstinenz vom pathologischen Nutzungsverhalten zu erreichen. Wir arbeiten dabei integrativ: Tiefenpsychologische und verhaltenstherapeutische Ansätze werden in der Therapie miteinander kombiniert, um sowohl das Verstehen des eigenen Verhaltens und Erlebens zu fördern als auch konkrete Veränderungen anzustoßen und umzusetzen. In der Gruppentherapie wird ein handlungsorientiertes Vorgehen zur Abstinenzwerdung angewendet. Dabei sollen automatische Handlungsroutinen, die die Krankheit aufrechterhalten, verlernt werden. In der Gruppe werden außerdem interaktionelle Aspekte beleuchtet. Das hat zum Ziel, das soziale Miteinander (z.B. in Partnerschaften) zu reflektieren und positiv zu verändern.
Ziel der Therapie ist es, Strategien zum Ausstieg aus der Online-Sexsucht zu erlernen und zu verstehen, welche Faktoren der individuellen Lebenssituation und Lebensgeschichte die Suchterkrankung begünstigt haben. Die Kombination von Lernen und Verstehen unterstützt bei der Rückkehr in ein selbstbestimmtes und suchtfreies Leben.

Wichtige Bausteine sind dabei: