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Ehrung für außergewöhnliches Engagement in der psychosozialen Betreuung von Krebspatienten

Dr. med. Andreas Werner und Staatsministerin
Sabine Bätzing-Lichtenthäler
Foto: Ministerium für Soziales, Arbeit,
Gesundheit und Demografie

Am 9. August verlieh die Staatsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler Dr. med. Andreas Werner, Facharzt für Innere Medizin und Psychotherapie, die Staatsmedaille des Landes Rheinland-Pfalz für besondere soziale Verdienste. Diese außerordentliche Auszeichnung wird an Personen verliehen, die durch langjähriges Wirken und beispielhaftes Engagement in besonderem Maße Verdienste auf sozialem Gebiet erworben haben. 
 
"Sie, Herr Dr. Werner, zeichnen sich durch eine hohe Fachkompetenz im Bereich der psychoonkologischen und psychosozialen Betreuung aus und sind über das allgemein beruflich übliche Maß hinaus in diesen Bereichen ehrenamtlich tätig", begründete Sabine Bätzing-Lichtenthäler die Verleihung der Medaille in ihrer Laudatio. Andreas Werner habe sich während seiner beruflichen Tätigkeit fachlich qualifiziert und mit großer Empathie für die Betroffenen in Frankfurt und Mainz eingesetzt und sie mit außergewöhnlichem Einsatz sowohl während ihrer Krankheit als auch nach überstandener Erkrankung – zum Teil jahrelang und unentgeltlich - betreut. 
 
Über die berufliche Tätigkeit als Internist und Psychoonkologe hinaus hat sich Werner seit langem auch ehrenamtlich in der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie e.V. (dapo e.V.), der mitgliederstärksten Vereinigung psychoonkologisch Tätiger im deutschsprachigen Raum, engagiert, und er ist Mitbegründer des Vereins "Projekt Schmetterling e.V.". Dieser hat sich zur Aufgabe gemacht, Krebspatienten und ihren Angehörigen eine umfassende psychoonkologische Betreuung zu ermöglichen und darüber hinaus die Öffentlichkeit über die Notwendigkeit einer frühzeitigen psychoonkologischen Betreuung nach der Diagnose Krebs aufzuklären. 


  • Jahrgang 1951
  • Facharzt für Innere Medizin/Psychotherapie, Psychoonkologe, Balintgruppenleiter
  • Facharztausbildung und wissenschaftliche Tätigkeit an der Universität Heidelberg in der Klinik für Allgemeine klinische und psychosomatische Medizin
  • Von Januar 1999 bis August 2016 Leiter der Koordinationsstelle für integrierte psychosoziale Versorgung von Tumorpatienten am Tumorzentrum Rheinland-Pfalz e.V.
  • Von März 2015 bis Dezember 2017 Leiter der Sektion Psychoonkologie in der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz
  • Seit Januar 2018 Beauftragter für Kommunikation, Fort-und Weiterbildung, Patienteninteressen- und Selbsthilfegruppen am Universitären Centrum für Tumorerkrankungen der Universitätsmedizin Mainz (UCT Mainz) und Tätigkeit in eigener Praxis
  • Vorstandsmitglied der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie e.V. sowie im Verein Projekt Schmetterling e.V.

"Der Preis ist für mich eine große Anerkennung meiner psychoonkologischen Arbeit", so Werner, "aber gleichzeitig auch eine Würdigung der Psychosozialen Onkologie an sich. Die Psychosoziale Onkologie ist ein relativ junger Zweig der Medizin, der sich erst in den letzten 40 Jahren als Teilgebiet der Onkologie entwickelt hat. Ursprünglich lag der Schwerpunkt eher in der Betreuung von stationären Krebspatienten. Aufgrund der rasanten medizinischen Fortschritte betreuen wir heute aber zunehmend chronisch kranke Krebspatienten und ihre Angehörigen und helfen ihnen dabei, mit der psychischen Belastung der Krankheit umzugehen - was sehr wichtig für den Genesungsprozess und die generelle Lebensqualität ist. Mit Worten heilen helfen - Mut machen – den Menschen aufzeigen, es gibt ein Leben mit und nach Krebs – informieren – das ist meine Motivation."

Wir vom UCT Mainz gratulieren Herrn Dr. Andreas Werner herzlich für diese herausragende Auszeichnung und danken für seinen außerordentlichen Einsatz für an Krebs erkrankte Patienten!