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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich begrüße Sie zu unserem aktuellen Newsletter.

Die DFG hat eine interdisziplinäre Kommission für Pandemieforschung eingerichtet. Sie ist mit 18 Mitgliedern aus allen Wissenschaftsgebieten besetzt und soll die im Bereich der Pandemie- und Epidemieforschung essenzielle erkenntnisgeleitete Forschung stärken, die unter anderem Grundlage fast aller translationaler Ansätze ist. Die Kommission wird von DFG-Präsidentin Professorin Dr. Katja Becker geleitet. Die neue Kommission soll DFG-geförderte Projekte begleiten, sowohl bereits laufende Arbeiten als auch und insbesondere Forschungsvorhaben im Rahmen einer aktuellen fächerübergreifenden Ausschreibung. Informationen dazu sind unter www.dfg.de/corona_news zu finden.

Die Berücksichtigung der Bedeutung von Geschlecht und Vielfältigkeit ist bei der Vorbereitung und Durchführung von Forschungsvorhaben Teil guter wissenschaftlicher Praxis und entsprechend im Kodex der DFG „Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“ von 2019 verankert. Sollten Geschlechter und Vielfältigkeitsdimensionen weder inhaltlich noch methodisch für ein Projekt von Bedeutung sein, müssen im Förderantrag dazu jedoch keine Angaben gemacht werden. Dazu hat die DFG eine Website mit Informationen und Beispielen eingerichtet. Dort finden sich Definitionen wichtiger Begriffe und eine Checkliste, anhand derer Antragstellende bereits in der Planungsphase prüfen können, ob Geschlechter- und Vielfältigkeitsdimensionen für ihr Forschungsvorhaben relevant sind.

Mit großem Bedauern muss ich Ihnen mitteilen, dass der Sonderforschungsbereich 1193, Neurobiologie der Resilienz gegenüber stressinduzierter psychischer Dysfunktion: Mechanismen verstehen und Prävention fördern, nicht weiter von der DFG gefördert wird. Der SFB 1193 unter Sprecherschaft von Univ.-Prof. Dr. Beat Lutz läuft deshalb 2021 aus.

Weiterhin möchte ich Ihnen mitteilen, dass das EU-Projekt „European Brain Research Area“ (EBRA) zur Bewerbung für die Bildung von Clustern aufruft. Ziel ist es, Kooperationen und den Austausch zwischen Forschungsprojekten und –netzwerken im Bereich der Hirnforschung zu fördern. Der Aufruf richtet sich an Forschungsprojekte und –netzwerke an europäischen Hochschulen, nicht-akademische, öffentliche Forschungseinrichtungen und Krankenhäuser, Nicht-Regierungsorganisationen (inklusive Patientenorganisationen) sowie an Akteure aus dem privaten Sektor, die ein Cluster bilden möchten. Es muss mindestens ein EU-Projekt oder Netzwerk beteiligt sein, das im Rahmen von FP7, Horizont 2020, eines ERA-Netzes (z. B. NEURON oder FLAG-ERA), des „EU Joint Programme – Neurodegenerative Disease Research (JPND)“ oder des FET Flagships „Human Brain Project“ gefördert wird. Des Weiteren muss mindestens ein Partner beteiligt sein, der zuvor noch nicht in dem bestehenden Projekt oder Netzwerk involviert war. Weitere Informationen zum Aufruf finden Sie auf der EBRA-Website.

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung schreibt drei Else Kröner Clinician Scientist Professuren aus, die jeweils mit einer Million Euro für zehn Jahre dotiert sind. Außerdem ruft sie zu Bewerbungen für die Else Kröner Exzellenzstipendien auf. Diese sind mit jeweils 330.000 Euro für zwei Jahre dotiert. Die Ausschreibungen und Hinweise dazu stehen auf der Website der Stiftung.

Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat im Bereich der neuen Versorgungsformen eine themenoffene sowie eine themenspezifische Förderbekanntmachung auf seiner Website veröffentlicht. Es handelt sich dabei um ein zweistufiges Förderverfahren, in dem der Innovationsausschuss bereits die Ausarbeitung von Vollanträgen fördern kann.

Das BMBF fördert Projekte zur Beschleunigung der Transformation zu Open Access. Es will damit Open Access als Standard des wissenschaftlichen Publizierens in der deutschen Wissenschaft etablieren. Bis zum Jahr 2025 sollen 70% aller neu erscheinenden wissenschaftlichen Publikationen in Deutschland ausschließlich oder zusätzlich Open Access veröffentlicht werden. Einzelheiten zur Umsetzung der Transformation zu Open Access lesen Sie hier.

Außerdem fördert das BMBF die Forschung zu aktuellen gesellschafts-, sozial-, wirtschafts- sowie innovationspolitischen Entwicklungen in der Volksrepublik China. Damit wird ein Ausbau der China-Kompetenz bezweckt. Insbesondere soll das Verständnis für die vielfältigen und komplexen Zusammenhänge und Wirkungsketten in China sowie für deren Bedeutung für Deutschland und Europa erweitert werden. Weitere Informationen dazu finden Sie hier

Bitte beachten Sie die Förderinformationen sowie die Informationen zu Stellenausschreibungen, Personalia und Veranstaltungen.

Ich wünsche Ihnen erholsame Sommerferien.

 

Herzlichst
Ihr
Ulrich Förstermann
Wissenschaftlicher Vorstand und Dekan