DRUCKEN

Die TIC-PEA Studie

Hier gelangen Sie direkt zu den offiziellen Studienunterlagen.

TIC-PEA steht für Telemedical Interdisciplinary Care for Patients with Esophageal Atresia.

TIC-PEA verfolgt einen innovativen Ansatz und erweitert die bisherige Behandlung und Betreuung für Patienten mit Ösophagusatresie auf Seite des Patienten UND des Behandelnden. Ein positives Ethikvotum liegt vor.

TIC-PEA ermöglicht Ihnen, sich regelmäßig und unkompliziert telemedizinisch per Videokonferenz mit anerkannten Experten über die Behandlung Ihres Patienten mit Ösophagusatresie auszutauschen. So kann trotz der deutschlandweit geringen Fallzahlen von nur rund 300 Neugeborenen mit Ösophagusatresie jährlich für ein sehr anspruchsvolles und seltenes Krankheitsbild durch interkollegialen Austausch Erfahrung und Wissen sinnvoll und digital geteilt werden.

Das TIC-PEA Projekt ist im Rahmen des Innovationsfond des gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) als wissenschaftliche Studie im Bereich der Versorgungsforschung gefördert.

Diese Förderung sieht eine „umfassende Begleitung der Versorgung von Kindern mit Ösophagusatresie“ vor. Die umfassende Behandlung geht über die rein medizinisch-inhaltlichen Aspekte hinaus und setzt die Einbindung einer Selbsthilfegruppe sowie eines Vertreters der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) voraus.

Als Vertreter der Selbsthilfe wurde KEKS e.V. (Patienten- und Selbsthilfeorganisation für Kinder & Erwachsene mit kranker Speiseröhre) als Kooperationspartner für die TIC-PEA Studie gewonnen. Bei KEKS e.V. handelt es sich um eine sehr etablierte, national und international vernetzte und als gemeinnützig anerkannte Selbsthilfeorganisation, die auch wissenschaftlich agiert.

Eine Einwilligung zur Kontaktaufnahme und obligatorischen Erstberatung der Eltern durch KEKS e.V. ist Teil der Einverständniserklärung der Eltern zur Studienteilnahme (separates Dokument). Ein Kontakt zwischen Ihnen und KEKS e.V. ist im Rahmen des TIC-PEA Projektes nicht erforderlich.

Versorgungsforschung

Als Vertreter der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) ist die Techniker Krankenkasse (TK) Kooperationspartner der TIC-PEA Studie. Die TK ist mit mehr als 10 Mio. Versicherten und knapp 15% Marktanteil die aktuell größte GKV Deutschlands (Stand 12/2019). Sie ist bereits in anderen telemedizinischen Projekten involviert und auch Förderer zahlreicher Selbsthilfe- und Patientenvertretungsprojekten. Diese Kooperation mit der TK ist ein relevanter Baustein der TIC-PEA Studie, der der Erprobung telemedizinscher Anwendungen in den strukturellen, organisatorischen und bürokratischen Gegebenheiten des deutschen Gesundheitssystems dient und einer regelhaften Verfügbarkeit evaluierter telemedizinischer Anwendungen für gesetzlich Versicherte in Deutschland den Weg ebnen kann.

Konkret bedeutet dies, dass für Studienpatienten der TIC-PEA Studie ein Versorgungsvertrag zur sogenannten „besonderen Versorgung“ zwischen TK und Universitätsmedizin Mainz besteht. Versorgungsverträge legen in der gesetzlichen Krankenversicherung die Rahmenbedingungen und Kooperationen der sogenannten „integrierten (besonderen) Versorgung“ fest und sollen die Kooperationen unter Behandelnden verbessern sowie Behandlungen effizienter und kosteneffektiver gestalten. Die Teilnahme an Angeboten zur „besonderen Versorgung“ bedürfen der schriftlichen Einverständniserklärung der teilnehmenden Patienten bzw. deren gesetzlicher Vertreter.

Stimmen der TIC-PEA Studie