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Welche Vorteile bietet die Beratung?

Die Feststellung einer erblichen Veranlagung kann Bedeutung für vorbeugende Maßnahmen und das therapeutische Vorgehen haben. Darüber hinaus erlaubt sie eine bessere Beurteilung des zukünftigen individuellen Erkrankungsrisikos bei dem/der Ratsuchenden selbst sowie bei Angehörigen. Wir beraten Sie gerne zu Ihren Möglichkeiten: der intensivierten Früherkennung oder Behandlungsoptionen und zu möglichen prophylaktischen Operationen. Wir verfügen über eine große Erfahrung in der Durchführung aller dieser Maßnahmen. Wir möchten Sie begleiten und bei Ihren Entscheidungen unterstützen, damit Sie den richtigen Weg für sich finden.

Wem wird eine genetische Beratung empfohlen?

Der Verdacht auf eine erbliche Veranlagung zur Krebsentstehung wird gestellt, wenn eine Person sehr jung erkrankt oder mehrere bösartige Tumore entwickelt oder, wenn in einer Familie Krebserkrankungen bei mehreren Personen auftreten. Eine genetische Beratung wird empfohlen, wenn mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt ist (jeweils bezogen auf eine familiäre Linie):

Zur Beurteilung der Notwendigkeit einer Beratung wird diese Liste (Link mit pdf der Liste einfügen) verwendet. Eine genetische Beratung wird empfohlen, wenn der Score auf dieser Checkliste mindestens drei Punkte erreicht.

Wie können Sie sich auf die Beratung vorbereiten?

Für eine aussagekräftige Beratung benötigen wir einige Informationen von Ihnen. Wir bitten Sie daher, im Vorfeld in Erfahrung zu bringen, wer in Ihrer Familie an Krebs erkrankt ist sowie folgende Informationen zu jedem Betroffenen:

Darüber hinaus benötigen wir - sofern verfügbar - Befunde aller erkrankten Familienmitglieder.

Eine genetische Untersuchung sollte nach Möglichkeit immer zuerst bei einer selbst betroffenen Person erfolgen (Index-Testung). Die beste Aussagekraft erlaubt die Index-Testung bei der am jüngsten erkrankten Person in der Familie. Falls diese Person Sie zur Beratung nicht begleiten kann oder keine Beratung wünscht, ist empfehlenswert, zuvor abzuklären, ob sie gegebenenfalls zur Blutentnahme für die Untersuchung bereit ist. Das Blut kann dann auch beim Hausarzt oder Gynäkologen abgenommen und postalisch verschickt werden.