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IMRT/VMAT

IMRT

Die intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT) ist eine Weiterentwicklung gegenüber der konventionellen Strahlentherapie wie der 3D-konformalen Bestrahlungstechnik und wird etwa seit 2000 klinisch angewendet. Bei der 3D-Bestrahlung haben alle Strahlenfelder eine konstante Intensität. Das ist bei der IMRT nicht der Fall. Hier werden die Bestrahlungsfelder geformt, also moduliert. Dies geschieht durch Bleilamellen, die im Kopf des Bestrahlungsgeräts sitzen und einzeln angesteuert werden. Zudem wird bei der IMRT-Technik der Tumor aus sehr vielen verschiedenen Richtungen bestrahlt. Durch diese Eigenschaften werden Tumore höchstpräzise bestrahlt und gesundes Gewebe oder Nachbarorgane werden optimal geschont.

 

 

 

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3D vs. IMRT

VMAT

VMAT steht für Volumetric Intensity Modulated Arc Therapy. Es handelt sich dabei um eine Weiterentwicklung der statischen IMRT, bei der das Bestrahlungsgerät um die Patientin oder den Patienten rotiert. Sie wird seit 2008 kommerziell angewendet. Dabei werden sowohl die Form des Bestrahlungsfelds als auch die Intensität der Bestrahlung kontinuierlich angepasst. Der Vorteil der VMAT gegenüber der IMRT liegt in einer deutlich kürzeren Bestrahlungsdauer. Ein Umlauf von 360° dauert nur ca. 2 Minuten. Vor allem Patientinnen und Patienten, die unter Schmerzen leiden, profitieren von der kürzeren Liegezeit. Eine schnelle Durchführung ist aber auch wichtig bei Tumoren, die sich während der Bestrahlung innerhalb des Körpers bewegen. Ein Beispiel hierfür ist die zeitlich veränderliche Lage der Prostata, bedingt durch die Aktivität benachbarter innerer Organe. Diese Bewegung wird normalerweise durch einen Sicherheitssaum um den Tumor berücksichtigt, welcher bei der VMAT-Technik aufgrund der Schnelligkeit der Bestrahlung reduziert werden kann.