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Belastung und Beanspruchung von Ausbildern der Feuerwehr Frankfurt in der Realbrandhalle

Bei der Brandbekämpfung sind Feuerwehreinsatzkräfte potentiell lebensgefährlichen Situationen ausgesetzt. Der Umgang mit entsprechenden Risiken erfordert ein geeignetes Training, das u.a. in einer so genannten Realbrandhalle unter Anleitung von erfahrenen Ausbildern erfolgt. Bei einer Tätigkeit als Ausbilder sind damit regelmäßige Expositionen gegenüber toxischen Brandemissionen unvermeidlich. Zur Prävention von Gesundheitsschäden kommt u.a. einer adäquaten Schutzausrüstung und Arbeitshygiene eine essentielle Bedeutung zu.

Mit Hilfe eines engmaschigen Humanbiomonitorings soll untersucht werden, ob Feuerwehrausbilder bei Realbrandtrainingseinheiten trotz eines entsprechenden Schutzkonzeptes vermehrt Substanzen aus Brandemissionen (z.B. Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Benzol, oder Acrolein) in den Körper aufnehmen. U.a. mit Blick auf PAK ist dabei zu klären, ob hieraus ggf. ein erhöhtes Krebsrisiko resultieren könnte. Mit Hilfe einer Literaturrecherche sollen zudem mögliche stoffliche Ursachen des nach Trainingseinheiten oft noch über Tage beobachtbaren Brandgeruches an Haaren und Kleidungsstücken der Ausbilder ermittelt werden. Ziel eines zweiten Projektabschnittes ist u.a. eine eingehendere Betrachtung möglicher Aufnahmewege für PAK aus Brandemissionen. Mit Hilfe der gewonnen Erkenntnisse sollen die auftretenden Belastungen anschließend soweit möglich weiter reduziert werden.

Die Arbeiten werden durch die Branddirektion der Stadt Frankfurt/Main finanziell unterstützt.


Projektleitung: PD Dr. rer. nat. Bernd Roßbach

Kooperationspartner: BASF SE, ESG/CB Corporate Health Management, Ludwigshafen

Laufzeit: 11/2018 – 12/2021