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Pressemitteilungen 2021

25.10.2021

Die 11. Mainzer Herzgala: Ausverkauftes Schloss - ein großer Erfolg

Nach einem Jahr Pause - coronabedingt - war es wieder soweit: 300 Gäste feierten im ausverkauften Schloss - unter strenger Beachtung der 2G-Regeln. Seit über einem Jahrzehnt fördert die Stiftung eine Vielzahl an Herzensangelegenheiten – dank der großzügigen Unterstützung vieler Freunde und Mitarbeiter und dank entsprechender Spendengelder. Die Journalistin Bettina Schausten moderierte den Gala-Abend. Unser diesjähriger Ehrengast: Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Schirmherrin der Kinderakademie Gesundheit. Sie verlieh auch die Preise für die Pflege (10.000€ in Gold) an Sr. Anette Möhlenhoff und Pfleger Thorsten Michel für ihr großartiges Engagement auf der internistischen Intensivstation und der Kinderakademie Gesundheit. 
„Die Kinderakademie der Stiftung Mainzer Herz vermittelt Kindern auf lebendige und zugängliche Art, was sie tun können, um fit und gesund zu bleiben. Sie lernen dabei, selbst Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen. Diese großartige Initiative begleiten wir als Landesregierung und ich persönlich als Schirmherrin sehr gerne“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Sie verwies in ihrer Rede auch auf die vielfältigen weiteren Aktivitäten der Stiftung Mainzer Herz, wie die Prävention und insbesondere die Verbesserung der Patientenversorgung am Zentrum für Kardiologie der Mainzer Universitätsmedizin, sowie die Förderung von Lehre und Forschung. „Die Corona-Krise hat uns weltweit noch einmal deutlich vor Augen geführt, wie wichtig diese Stiftungsziele sind“, sagte die Ministerpräsidentin. Besondere Erwähnung fand die wertvolle Arbeit der Pflegerinnen und Pfleger am Zentrum für Kardiologie der Mainzer Universitätsmedizin. Die Ministerpräsidentin betonte, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Einrichtungen der Pflege, Kliniken und Gesundheitsämter im Land unter schwierigsten Umständen, aber mit herausragender Professionalität und hohem persönlichen und sozialen Engagement einen maßgeblichen Beitrag für die gute Patientenversorgung in Rheinland-Pfalz leisteten. „Ich freue mich daher insbesondere, heute die Preise für die Pflege überreichen zu dürfen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Für glänzende Unterhaltung sorgten die Mainzer Band Jammin' Cool, Cassandra Steen (Glashaus), Rolf Stahlhofen (Söhne Mannheims) sowie Seven (Sing mein Song). Zudem wurden Wissenschaftspreise in Höhe von 400.000 € (4x100.000) vergeben für Forschung in den Bereichen Umwelt und Herzkreislauferkrankungen, Lungenembolie, Auswirkungen von Hauterkrankungen auf Herzkreislauferkrankungen, und das Thema Gefäßentzündungen und Herzinfarkt, alles an Wissenschaftler des Zentrums für Kardiologie.

Professor Jos Lelieveld, Direktor des Max-Planck-Institut für Chemie beleuchtete in einem Vortrag das Thema Klimaänderungen und gesundheitliche Auswirkungen. Die Einnahmen und Spenden aus dem Galaabend unterstützen unsere Leuchtturmprojekte: die Kinderakademie Gesundheit, unsere Klimaforschung, die Gutenberg COVID-19 Studie und die prospektive und repräsentative Gutenberg-Gesundheitsstudie zur medizinischen Prävention und zum Zustand der Bevölkerung in der Rhein-Main-Region. Die Initiatoren der Mainzer Herzgala, Heidrun und Thomas Münzel sind mit dem Erfolg der Veranstaltung sehr zufrieden: „Nach dem Ausfall der Herzgala im letzten Jahr durch den COVID-Lockdown haben sich alle auf dieses Ereignis gefreut. Die Höhe der Wissenschaftspreise (auch ermöglicht durch Co-Sponsoren) war überragend und das wird das wissenschaftliche Niveau des Zentrums für Kardiologie weiter hochhalten. Wir hoffen die Kinderakademie Gesundheit nächstes Jahr wieder starten zu können. Nicht hoch genug kann man die Auszeichnungen für verdiente Pfleger und Schwestern einschätzen."

02.07.2021

Golfturnier der Stiftung erbringt 25.000 Euro 

Gutes tun auf dem Green: das Golfturnier der Stiftung Mainzer Herz am 02. Juli hat eine Spendensumme von 25.000 Euro erbracht. Die Summe geht komplett an die Gutenberg Covid19-Studie, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, wissenschaftliche Daten zur Pandemie zu sammeln. Prof. Thomas Münzel, Initiator der Stiftung Mainzer Herz, übergab noch am Abend des Turniers den Scheck an Prof. Wild, Leiter der Studie.

Die Stiftung bedankt sich herzlich für die großzügigen Spenden!  

Der Film zu unserem Golfturnier: Das Benefiz-Golfturnier der Stiftung Mainzer Herz - YouTube

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Prof. Wild übernimmt den Scheck von Prof. Münzel (v.l.n.r.)

19.05.2021

Wie neuartiges Städtedesign die Herz-Gesundheit fördern kann

In Städten findet sich eine gefährliche Mischung von Umweltstressoren, die Politiker angehen müssen, um Leben zu retten und die Gesundheit zu erhalten. Zu diesem Ergebnis kommt eine heute im European Heart Journal, einem Journal der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC), veröffentlichte Arbeit.

In einem von Wissenschaftlern aus den USA, Australien und Europa vorgestellten Übersichtsartikel wird der Fokus insbesondere auf die Luftverschmutzung, den Lärm, das Außenlicht, sowie Städedesign gelegt. 

„Bis 2050 werden drei von vier Menschen in Städten leben, in denen bis zu 80% der Energie verbraucht und 70% der Treibhausgase freigesetzt werden“, sagt der Erstautor der Studie, Professor Thomas Münzel von der Universitätsmedizin Mainz. „Es gibt nur begrenzte Möglichkeiten für Einzelpersonen, um sich vor Schadstoffen zu schützen. Daher müssen Politiker und politische Entscheidungsträger diese Verantwortung übernehmen.“

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Europa und machen 47% bzw. 39% aller Todesfälle bei Frauen und Männern aus. Das Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Europa hat sich für eine Stadtplanung ausgesprochen, die Radfahrer und Fußgänger besonders berücksichtigt und damit die Luftqualität entscheidend verbessert. Der von der ESC unterstützte Vorschlag ist ein Schritt zur Erreichung des WHO-Ziels einer relativen Verringerung der vorzeitigen Sterblichkeit aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 25% bis 2025 (im Vergleich zu 2010).

„Während Städte ein Motor für Innovation und Wohlstand waren, sind sie auch eine Quelle für Umweltverschmutzung und Krankheiten“, so Münzel. Es fasst die Beweise für weitere Zusammenhänge zwischen schlechter Luft, Lärm, Temperatur, Außenlicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammen.

Die Luftverschmutzung ist in Europa für rund 800.000 tödliche Krankheiten pro Jahr verantwortlich, von denen etwa die Hälfte Herzinfarkte und Schlaganfälle sind. Verkehrsemissionen tragen in Städten auf der ganzen Welt am meisten zur Luftverschmutzung bei. In ähnlicher Weise ist der Straßenverkehr die dominierende Lärmquelle, was das Risiko für ischämische Herzerkrankungen erhöht. Es wurde geschätzt, dass die langfristige Exposition gegenüber Verkehrslärm in der EU jedes Jahr für 48.000 neue Fälle von ischämischer Herzkrankheit verantwortlich ist.

„Nächtliche Lichtverschmutzung wie sie vor allem in Ballungsräumen vermehrt auftritt wird mehr und mehr mit Krankenhausaufenthalten und dem Tod an koronaren Herzerkrankungen in Verbindung gebracht. Gleichzeitig absorbieren bebaute städtische Flächen die Sonnenwärme und geben sie wieder ab, was zu steigenden Temperaturen führt. Diese Wärmeinseleffekte sind für Todesfälle während Hitzewellen verantwortlich, die durch Bepflanzung gemildert werden können“, kommentieren die Koautoren Omar Hahad und Andreas Daiber aus dem Zentrum für Kardiologie.

Umweltstressoren häufen sich und es sind Maßnahmen erforderlich, um sie alle gleichermaßen zu bekämpfen. „Der Übergang zu Städten, die das Leben vor Ort sowie eine aktive und nachhaltige Mobilität fördern, wird zunehmend als positiver Nebeneffekt für Gesundheit und Umwelt anerkannt, indem nachhaltigere und lebenswertere Städte geschaffen werden“.

Stadtplanung wird jetzt als eine Möglichkeit zur Bekämpfung gesundheitsschädlicher Folgen anerkannt. Entwürfe umfassen autofreie Gebiete und kompakte Städte, die die Reisedistanzen verkürzen. Eine Einschränkung der Autonutzung bei gleichzeitiger Erhöhung des öffentlichen und aktiven Verkehrs (Fußgänger und Radfahrer) würde die Herzgesundheit fördern, indem Luftverschmutzung, Lärm und Wärmeinseleffekte verringert und die körperliche Aktivität gesteigert werden.

Die Autoren fordern „ein radikales Umdenken darüber, wie wir unser zukünftiges Leben organisieren, um die Gesundheit von Mensch und Planet zu schützen“.

Professor Münzel sagte: „Einzelpersonen können verschmutzte Gebiete meiden und Ohrstöpsel tragen, aber echte Veränderungen erfordern das Engagement der Politiker. Es wird erwartet, dass in den Ballungsräumen in den kommenden Jahren ein immer größerer Anteil der Weltbevölkerung leben wird. Jetzt ist es an der Zeit, Städte zu entwerfen, die die Gesundheit fördern und nicht schädigen“

Originalpublikation

Münzel T, Sørensen M,Lelieveld J, et al. Heart healthy cities: genetics loads the gun but the environment pulls the trigger. Eur Heart J. 2021. doi:10.1093/eurheartj/ehab235.

https://academic.oup.com/eurheartj/article-lookup/doi/10.1093/eurheartj/ehab235

Pressemitteilung der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie:
https://www.escardio.org/The-ESC/Press-Office/Press-releases/Health-and-the-city-using-urban-design-to-promote-heart-health

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12.05.2021

Care Pakete zum internationalen Tag der Pflege: Überraschung für die MitarbeiterInnen des Zentrums für Kardiologie 

„We care for you“ – „Wir kümmern uns“ – ein Motto, das sowohl für die MitarbeiterInnen des Zentrums für Kardiologie als auch für das Catering Unternehmen Gauls gilt. Erneut haben der Mainzer Unternehmer Andreas Gaul sowie weitere Betriebe und Institutionen aus dem Landkreis Mainz-Bingen das Zentrum für Kardiologie überrascht, um Dank und Wert-schätzung für die MitarbeiterInnen in der Pflege und im medizinisch-technischen Dienst zum Ausdruck zu bringen. In dem üppigen Care Paket fanden sich Brot, eine Flasche Wein, Obstsäfte, Süßigkeiten und weitere Überraschungen. Andreas Gauls hatte diese Aktion initiiert und viele Unternehmen stimuliert, mitzumachen. 

Für Andreas Gaul, Inhaber der Firma Gauls Catering und Kuratoriumsmitglied der Stiftung Mainzer Herz, ist es eine Herzensangelegenheit, den MitarbeiterInnen des Zentrums für Kardiologie eine kleine Freude zu bereiten – besonders in Zeiten, in denen durch die Corona-Pandemie alles etwas anders ist als gewohnt. Bereits dreimal hatte Gaul die MitarbeiterInnen mit Fingerfood und kulinarischen Leckereien versorgt und versprochen, dass es nicht bei diesen Einzelaktionen bleiben soll. Dieses Versprechen hat er gehalten und am Tag der Pflege erneut seine Anerkennung und Dank für den Einsatz zum Ausdruck gebracht. 

Prof. Thomas Münzel, Direktor des Zentrums für Kardiologie und Vorstandsmitglied der Stiftung: „Wir freuen uns sehr über diese tolle Aufmerksamkeit und bedanken uns herzlich bei unserem engagierten Kuratoriumsmitglied. Unsere MitarbeiterInnen stehen durch die Pandemie und insbesondere aktuell durch die 3. Welle unter einer andauernden großen Belastung. Da kommen so eine nette Geste und ein spezielles Dankeschön gut an.“ 



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06.04.2021

Transportlärm und Herz-Kreislauf-Erkrankung

Eine internationale Lärm-Expertengruppe des Krebsinstituts Kopenhagen, Dänemark und der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz analysierte aktuelle Daten und fand Hinweise dafür, dass Transportlärm mit kardio- und zerebrovaskulären Erkrankungen zusammenhängt. Die Ergebnisse ihrer Analysen wurden gerade im renommierten Journal Nature Reviews in Cardiology veröffentlicht.

Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass Transportlärm das Risiko für kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität erhöht, wobei qualitativ hochwertige Hinweise auf ischämische Herzerkrankungen vorliegen. Nach Angaben der WHO gehen in Westeuropa jährlich ≥ 1,6 Millionen gesunde Lebensjahre durch verkehrsbedingten Lärm verloren. Verkehrslärm in der Nacht führt zu einer Fragmentierung und Verkürzung des Schlafes, einer Erhöhung des Stresshormonspiegels und einem erhöhten oxidativen Stress im Gefäßsystem und im Gehirn. Diese Faktoren können Gefäßstörungen, Entzündungen und Bluthochdruck fördern und dadurch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. In der aktuellen Übersichtsarbeit haben die Autoren Mette Sørensen von der Dänischen Krebsgesellschaft, Kopenhagen, Dänemark und dem Institut für Naturwissenschaften und Umwelt der Universität Roskilde, Dänemark, sowie Prof. Dr. Thomas Münzel und Prof. Dr. Andreas Daiber von der Universitätsmedizin Mainz sich konzentriert auf die indirekten, nicht-auditorischen kardiovaskulären Gesundheitseffekte von Transportlärm. Die Autoren bieten einen aktualisierten Überblick über die epidemiologische Forschung zu den Auswirkungen von Transportlärm auf kardiovaskuläre Risikofaktoren und Krankheiten, diskutieren die mechanistischen Erkenntnisse aus den neuesten klinischen und experimentellen Studien und schlagen neue Risikomarker vor, um lärminduzierte kardiovaskuläre Effekte in der Allgemeinbevölkerung anzugehen. Die Autoren erklären auch detailliert die möglichen Auswirkungen von Lärm auf Veränderungen von Gennetzwerken, epigenetischen Pfaden, Darmmikrobiota, zirkadianem Rhythmus, Signalübertragung entlang der neuronalen-kardiovaskulären Achse, oxidativem Stress, Entzündung und Stoffwechsel. Zuletzt werden aktuelle und zukünftige Lärmschutzstrategien beschrieben und die vorhandene Evidenz zum Thema Lärm als kardiovaskulären Risikofaktor diskutiert.

Prof. Thomas Münzel, Hauptautor der Arbeit, sagte: "Bei einem zunehmenden Anteil der Bevölkerung, der schädlichem Verkehrslärm auch nach Beendigung der COVID-Pandemie ausgesetzt ist, sind Lärmschutzbemühungen und Gesetze zur Lärmreduzierung für die künftige öffentliche Gesundheit von großer Bedeutung."

Der Artikel im Original zum Abruf:  Transportation noise pollution and cardiovascular disease - Journal Nature Reviews in Cardiology (Pdf , 2,4 MB)  (2.4 MB)

 

 

28.01.2021

Mittagsimbiss statt Applaus: Überraschung des Catering-Unternehmens Gauls für die Mitarbeiter des Zentrums für Kardiologie

Eine schöne Überraschung für die Mitarbeiter des Zentrums für Kardiologie zu Jahresbeginn: das Mainzer Catering-Unternehmen Gauls hat das Zentrums für Kardiologie erneut mit einer Lunchbox überrascht. Darin enthalten: ein Sandwich, ein Wrap, Mousse au Chocolat, Obst und eine Flasche Winzersekt. Außerdem gab es für jeden Mitarbeiter noch eine Flasche Wein. Andreas Gaul hatte organisiert, dass die Partner des Catering Unternehmens, die Erzeugergemeinschaft Winzersekt GmbH sowie das Weingut Familie Erbeldinger, diese Aktion unterstützen.

Für Inhaber Andreas Gaul, Kuratoriumsmitglied der Stiftung Mainzer Herz, ist es eine Herzensangelegenheit, den Mitarbeitern des Zentrums eine kleine Freude zu bereiten – besonders in Zeiten, in denen durch die Corona-Pandemie alles etwas anders ist als gewohnt. Bereits im Frühjahr während des ersten “Lockdowns” und vor Weihnachten hatte Gaul die Mitarbeiter mit Fingerfood, kulinarischen Leckereien wie Lebkuchen, Schokolade und Sekt versorgt und versprochen, dass es nicht bei diesen Aktionen bleiben soll.

Prof. Thomas Münzel, Direktor des Zentrums für Kardiologie und Vorstandsmitglied der Stiftung: „Wir freuen uns sehr über diese nette Aufmerksamkeit und bedanken uns herzlich bei unserem Kuratoriumsmitglied. Unsere Mitarbeiter stehen durch die Pandemie unter einer dauernd großen Belastung. Da kommt so eine nette Geste und besonders dieses spezielle Danke gut an.“

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