Visual Universitätsmedizin Mainz

Öffentliche Veranstaltung Placebo- und Noceboeffekt. Neurobiologische Grundlagen und klinische Bedeutung


Veranstalter: Medizinische Gesellschaft Mainz
Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland-Pfalz


    Chronische Nierenerkrankungen (CKD) sind ein weltweit zunehmendes Problem, so dass diese auch eine rasch zunehmende Bedeutung als Mortalitätsursache erlangen. Wesentlich für die Progressionsverlangsamung einer CKD ist die optimale Einstellung des Blutdrucks wobei für die Zielblutdruckwerte bei Patienten mit CKD keine klare Evidenz besteht. Ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung einer arteriellen Hypertonie besteht in der Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteronsystems (RAAS) mittels ACE-Inhibitoren (ACEI) bzw. Angiotensinrezeptorblockern (ARB). Aufgrund der zusätzlichen blutdruckunabhängigen Reduktion von Proliferations- und Entzündungsprozessen sind diese Substanzen sehr gut für eine Progressionsverminderung einer CKD geeignet. Des Weiteren sollte eine Dyslipidämie bei Patienten mit einer CKD behandelt werden, wobei die Effekte im Hinblick auf eine Reduktion des kardiovaskulären Risikos bei Patienten mit CKD geringer sind als in der Allgemeinbevölkerung. Die Behandlung sollte mit Statinen erfolgen; zu den Wirkungen der neuen PCSK 9 Inhibitoren fehlen bisher Daten zu Patienten mit CKD. Bei Patienten mit Diabetes mellitus und CKD sollte der Blutzucker sollte so behandelt werden, dass das HbA1c unter 7 % liegt. Auch Faktoren des sog. Lifestyles, darunter vor allem die Ernährung, scheinen für die Progression einer CKD eine Rolle zu spielen. In diesem Zusammenhang sollten neben einer ausgewogenen Kost auch die Natriumzufuhr, die Harnsäureproduktion und der Säure-Basenhaushalt beachtet werden.

    Falls es zu einem endgültigen Nierenversagen kommt, müssen Nierenersatzverfahren wie die Hämodialyse, die Bauchfelldialyse oder die Nierentransplantation eingesetzt werden. Die besten Ergebnisse hinsichtlich Langzeitüberleben und Lebensqualität werden durch eine Nierentransplantation erreicht, wobei die Nieren von einem verstorbenen oder von einem lebenden Spender stammen kann. Die Entscheidung für ein bestimmtes Nierenersatzverfahren ist sehr individuell und wird gemeinsam mit dem behandelnden Nephrologen bzw. dem Transplantationszentrum getroffen.

    Insgesamt stehen Möglichkeiten zur Progressionsverlangsamung einer CKD bzw. bei entsprechendem Fortschreiten auch Nierenersatzverfahren zu Verfügung. Diese müssen entsprechend den individuellen Bedürfnissen des Patienten ausgewählt werden.

Veranstaltungsdetails
Zielgruppe

Ärzte, Studenten, interessierte Laien

Datum Mittwoch 7. Februar 2018
Uhrzeit 19:15 - 21:00 Uhr
Ort

Hörsaal Chirurgie

Dozent/in

Frau Univ.-Prof. Dr. med. Ulrike Bingel, Essen

Moderation: Univ.-Prof. Dr. med. Willfried Nix, Mainz

 

 

Externe Kosten

Eiintritt frei

Fortbildungspunkte 3
Teilnehmerzahl unbegrenzt
Kontakt

Prof. Dr. Th. Junginger, junginger@uni-mainz.de