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Tropenpädiatrie

Tansania - Fiebererkankungen bei Kindern in der Sub-Sahara

Akut auftretende durch Mücken übertragbare Fiebererkankungen stellen eine große Gefährdung für Kinder in der Sub-Sahara-Region Afrikas dar. Jährlich versterben 437.000 Kinder an durch Plasmodium falciparum verursachter Malaria.

Leider ist nicht nur Malaria, sondern auch eine große Bandbreite an bakteriellen und viralen Erregern verantwortlich für akute febrile Erkrankungen. Arboviren wie das Dengue oder Chikungunya Virus haben weltweit große epidemische Ausbrüche verursacht. Es muss davon ausgegangen werden, dass diese Viren in der Sub-Sahara-Region endemisch zirkulieren, jedoch ist der Umfang der Ausbreitung mangels belastbarer epidemiologischer Daten nicht quantifizierbar.

Die unbekannte Prävalenzsituation ist letztlich mitverantwortlich für falsche Diagnosestellungen gefolgt von unzureichenden Behandlungsansätzen mit gravierenden finanziellen, logistischen und gesundheitlichen Folgen in den betroffenen Gesellschaften.

Die Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Infektiologie möchte das Bugando Medical Center (BMC) in Tansania in diesen Fragestellungen unterstützend zur Seite stehen mit dem Ziel die hier gewonnenen epidemiologische Kenntnisse über die entsprechenden Erreger zugunsten verbesserter Versorgung pädiatrischer Patienten einzusetzen.

Projektziele:

  • Erfassung der Prävalenz von Dengue und Chikungunya Infektionen bei hospitalisierten Kindern der Kinderklinik des BMC mit Symptomen einer Malariainfektion durch konventionelle diagnostische Methoden
  • Mitwirkung an der Etablierung einer Multiplex-PCR zur erweiterten  epidemiologischen Erfassung von Erregern die Malaria-ähnliche Krankheitsbilder in der Region rund um den Victoria-See verursachen.
  • Langfristig das Verbreitungsverhalten von Arboviren auf andere Kontinente wie Europa besser verstehen zu können und so diesem entgegenzuwirken

Nepal - Klinikspartnerschaft mit dem Dhulikhel Hospital

Seit März 2019 besteht eine Klinikspartnerschaft zwischen der UMM und dem Dhulikhel Hospital in Nepal. Ziel der, durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung gefördeten, Partnerschaft ist der Wissens- und Expertisenaustausch zwischen Ärzten und Wissenschaftlern in Mainz und Kathmandu.

Projektziele:

  • Klärung der Ursachen von Fällen persistenter, therapieresistenter Eosinophilie bei Kindern im Dhulikhel Hospital. Das Identifizieren potentielle Ursachen erfordert die Anwendung und Integration diverser Methoden wie serologischer und DNA-basierter Sequenzierungsuntersuchungen.
  • Durch die enge Zusammenarbeit der Mitarbeiter der beiden Partnerinstitutionen ergeben sich Synergien bei Forschungs- und Krankenhaustätigkeiten, die dem Wohle des Patienten dienen.  

Kolumbien - Fiebererkrankungen bei Kindern in der Region Quibdó

In Kolumbien sind 22% der Gesamtbevölkerung von Malaria betroffen. Auch eine Vielzahl anderer Krankheitserreger verursacht ein Malaria-ähnliches Krankheitsbild, einschließlich Viren und Bakterien. Bestimmte Arboviren wie das Dengue-  oder Chikungunya-Virus sind weltweit für mehrere große Epidemien verantwortlich. Gegenwärtig ist vor allem das Zika-Virus in Nord- und Südamerika im Fokus der Epidemiologen.  Aufgrund des Mangels an diagnostischen Methoden zur Differenzierung  potenzieller Krankheitserreger in Kolumbien und anderen ressourcenarmen Ländern sind unzureichende Behandlungsentscheidungen unvermeidbar, was zur fehlerhaften oder unvollständigen Diagnose von Krankheitserregern führt, die akute unspezifische fieberhafte Syndrome verursachen.

Die Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Infektiologie möchte gemeinsam der „Malaria Group“ der Universidad de Antioquia in Kolumbien belastbare epidemiologische Daten über Arboviren und Plasmodien erheben und die gewonnenen Kenntnisse zugunsten verbesserter Versorgung pädiatrischer Patienten einsetzen.

Projektziele:

  • Erfassung der Prävalenz von Malaria und arboviraler Infektionen bei hospitalisierten Kindern der Universidad de Antioquia/Kolumbien mit Symptomen einer Malariainfektion durch konventionelle diagnostische Methoden
  • Mitwirkung an der Etablierung einer Multiplex-PCR und einer isothermalen PCR zur erweiterten epidemiologischen Erfassung von Erregern, die Malaria-ähnliche Krankheitsbilder in der Region rund um Quibdó/Kolumbien verursachen.
  • Vergleichende Untersuchung der Resistenzgensequenzen von Plasmodium-Stämmen aus Kolumbien
  • Langfristig das Verbreitungsverhalten von Arboviren auf andere Kontinente wie Europa besser verstehen zu können und so diesem entgegenzuwirken.

 

 

 

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