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8. September 2008

Alternative Behandlungsansätze bei ADHS

Was ist von alternativen Behandlungsansätzen zu halten? – Vortrag der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Dienstag, 9. September 2008, um 18 Uhr

Unter dem Titel „Alternative Behandlungsansätze bei ADHS“ lädt die Kinder- und Jugendpsychiatrie des Mainzer Universitätsklinikums unter Leitung von Prof. Dr. Michael Huss am Dienstag, den 9. September 2008, um 18 Uhr zu einem Vortrag ein. Die Veranstaltung findet statt im Hörsaal der Frauenklinik des Mainzer Universitätsklinikums (Gebäude 102, Langenbeckstraße 1, 55131 Mainz) ein. Eingeladen sind interessierte Eltern, Betroffene, Ärzte, Psychologen, Therapeuten und Lehrer, die sich mich dem Störungsbild ADHS auseinandersetzen.

Nach aktuellen Daten aus dem Kinder- und Jugendsurvey des Robert Koch-Instituts wird in Deutschland bei 4,8% aller Kinder und Jugendlichen die Diagnose einer Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) gestellt. Diese chronische Störung beeinträchtigt Kinder und Jugendliche in der Schule, in ihrem sozialen Umfeld und belastet häufig die gesamte Familie. Die Frage, ob im Rahmen der Behandlung Stimulanzien (z.B. Ritalin) eingesetzt werden sollen, wird weiterhin kontrovers diskutiert. Viele Eltern schrecken vor der Gabe von Psychopharmaka bei ihren Kindern zurück und suchen nach alternativen Heilmethoden. Das dabei angebotene Spektrum ist groß und verspricht häufig mehr als es halten kann. Dabei fallen für viele Therapien, für die bislang keinerlei Wirknachweis vorliegt, hohe Kosten für die Eltern an, darüber hinaus werden wirksame Maßnahmen verzögert.

In dem Vortrag wird Prof. Dr. Michael Huss, Lehrstuhlinhaber und Klinikdirektor für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Universitätsklinik Mainz, einen Überblick über derzeit gängige alternative Heilmethoden und den jeweiligen Kenntnisstand über deren Wirksamkeit geben. U.a. werden Methoden wie Biofeedback, pflanzliche (phytotherapeutische) Behandlung, homöopathische Ansätze, Nahrungsergänzungsstoffe sowie diätetische Konzepte erläutert. Dabei soll auch Raum für Diskussion und Nachfragen geboten werden.

 

Eingeladen sind interessierte Eltern, Betroffene, Ärzte, Psychologen, Therapeuten und Lehrer, die sich mich dem Störungsbild ADHS auseinandersetzen.