Visual Universitätsmedizin Mainz

Gynäkologische Endokrinologie

Endokrinologische Probleme im Bereich der Frauenheilkunde gehen in den meisten Fällen mit Zyklusstörungen einher. Diese Zyklusstörungen können folgendermaßen aussehen:

  • Amenorrhoe: die Regelblutung bleibt komplett aus
  • Oligomenorrhoe: Die Regelblutung kommt deutlich seltener als „normal“, z. B. nur alle 2-3 Monate 
  • Hypermenorrhoe: Die Blutung kommt regelmäßig, ist aber sehr stark
  • Hypomenorrhoe: Die Blutung kommt regelmäßig ist aber sehr schwach
  • Menorrhagie: Die Blutung kommt regelmäßig ist aber sehr lange und sehr stark
  • Metrorrhagie: Es kommt zu Zwischenblutungen

Diese Veränderungen des Zyklus können hormonelle Ursachen haben. Es können neben den Zyklusveränderungen auch andere Symptome auffallen, wie z. B. eine vermehrte Körperbehaarung, Haarausfall, unreine Haut, Hitzewallungen, Heißhungerattacken.

 

Um Herauszufinden, wo eine Störung vorliegt, werden Hormone aus verschiedenen „Produktionszentren“ bestimmt.

 

Folgende Hormonbestimmungen kommen dabei in Betracht:

  • Hormone aus der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse): LH, FSH, Prolaktin, TSH
  • Hormone aus dem Ovar: Östrogen, Progesteron, Testosteron, Anti-Müller-Hormon
  • Hormone aus der Nebennierenrinde: Androstendion, DHEAS, SHBG
  • Hormone aus der Schilddrüse: FT3 FT4
  • Hormone aus der Bauchspeicheldrüse: Insulin

Anhand der Hormonkonzentration und auch anhand der Drüsenfunktion kann eine Störung identifiziert und eine Lösung gefunden werden.

 

Folgende Erkrankungen stehen dabei im Fokus:

  • Syndrom der Polycystischen Ovarien
  • Adrenogenitales Syndrom
  • Ovarielinsuffizienz
  • Prämenstruelles Syndrom (PMS) 
  • Hyperprolaktinämie 

Daneben beschäftigt sich die gynäkologische Endokrinologie mit speziellen Fragestellungen

 

  • zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden.
  • zu geeigneten Verhütungsmethoden
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