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30. November 2016

Universitätsmedizin bündelt Kompetenzen im „Wirbelsäulenzentrum Mainz“

Interdisziplinäres und individuelles Versorgungskonzept

Die Universitätsmedizin Mainz bündelt die spezifischen Kompetenzen ihrer Wirbelsäulenexperten in einem neuen Profilzentrum: dem Wirbelsäulenzentrum Mainz. Patienten, die ein Trauma erlitten haben oder an einer degenerativen, onkologischen oder angeborenen Erkrankung der Wirbelsäule leiden, werden in dem Zentrum von zahlreichen Spezialisten gemeinsam behandelt. Diagnostik, Therapie und Nachsorge erfolgen im Rahmen eines individuellen und fachübergreifenden Versorgungskonzepts.

Die Wirbelsäule ist die tragende Säule des menschlichen Bewegungsapparates. Zugleich bildet sie für Teile des zentralen und peripheren Nervensystems die schützende Struktur. Verletzungen, angeborene und degenerative Erkrankungen, primäre und sekundäre Tumoren sowie Infektionen können die Funktionsfähigkeit der Wirbelsäule jedoch einschränken oder gefährden. Die Bandbreite der Ursachen, Symptome, Dringlichkeitsgrade und Komplexität der Verletzungen und Erkrankungen ist vielfältig. Für die Diagnostik, Behandlung und Nachbehandlung ist daher die Expertise von Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen erforderlich. Dem trägt die Universitätsmedizin Mainz mit der Etablierung eines Wirbelsäulenzentrums nun deutlich sichtbar Rechnung.

„Mit dem Wirbelsäulenzentrum Mainz haben wir ein weiteres Profilzentrum an der Universitätsmedizin Mainz geschaffen. Wir sind überzeugt, dass die Etablierung von Profilzentren vor allem dort Sinn macht, wo durch interdisziplinäre Zusammenarbeit ein Mehrwert für die Behandlung von Patienten mit komplexen Krankheitsbildern und deren methodischer Weiterentwicklung entsteht“, erklärt die Vorstandsvorsitzende und Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Prof. Dr. Babette Simon. „So dient die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Wirbelsäulen-Spezialisten vor allem dem Wohle der Patienten und sichert nachhaltig die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität bei der Versorgung komplexer Erkrankungen der Wirbelsäule.“

Das Wirbelsäulenzentrum Mainz wird im Wesentlichen getragen vom Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie (ZOU) und der Neurochirurgischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz. Zum erweiterten Kreis der internen Kooperationspartner zählen unter anderem die Klinik und Poliklinik für Neuroradiologie, die Klinik und Poliklinik für diagnostische und interventionelle Radiologie, die Klinik und Poliklinik für Neurologie, das Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) sowie das Institut für Physikalische Therapie, Prävention und Rehabilitation (IPTPR) und das Interdisziplinäre Schmerztherapie-Zentrum (IST).

Die individuell auf den jeweiligen Patienten abgestimmten Behandlungskonzepte umfassen die konservative, d.h. nicht-operative, und die operative Therapie. Sie basieren auf dem interdisziplinären Austausch von Kenntnissen und Erfahrungen der beteiligten Experten. Dieser erfolgt beispielsweise im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Fallkonferenzen. In diesen besprechen die Mediziner Patientenfälle mit komplexen Problemen an der Wirbelsäule, und sie diskutieren die jeweils individuell bestmögliche Vorgehensweise. Dabei werden Fragen geklärt wie beispielsweise: Ist eine Operation vermeidbar? Welche Therapieform bzw. -kombination verspricht für den jeweiligen Patienten den größten Behandlungserfolg? Wie lassen sich die durch die Krankheit entstandenen Belastungen am besten minimieren und die Lebensqualität des Patienten individuell steigern? In die Beratungen über die beste Behandlungsoption bezieht das Wirbelsäulenzentrum Mainz auch niedergelassene Kollegen mit ein. Von den so abgestimmten Therapieplänen profitieren die Patienten ebenso wie von den koordinierten Untersuchungen.

Weitere Informationen 
Der Zugang und die Terminvergabe des Wirbelsäulenzentrums Mainz erfolgen über die genannten Einrichtungen und ihre jeweiligen Sprechstundensekretariate.


Kontakt

Univ.-Prof. Dr. Dr. Pol Maria Rommens,
Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie (ZOU),
Telefon: 06131 17-7292, E-Mail:  pol.rommens@unimedizin-mainz.de

Univ.-Prof. Dr. Philipp Dress,
Leiter Orthopädie und Rheumaorthopädie am ZOU,
Telefon: 06131 17-7302, E-Mail:  philipp.drees@unimedizin-mainz.de  

Prof. Dr. Florian Ringel, Neurochirurgische Klinik und Poliklinik,
Telefon: 06131 17-7331, E-Mail: florian.ringel @unimedizin-mainz.de

 

Pressekontakt
Barbara Reinke,
Stabsstelle Kommunikation und Presse Universitätsmedizin Mainz,
Telefon: 06131 17-7428, Fax: 06131 17-3496,
E-Mail:  pr@unimedizin-mainz.de

 

 

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz  
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.300 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de