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KOMET-SEU - Nachhaltige Weiterentwicklung von Kompetenzen und Methoden am Beispiel SOPESS als Teil der Schuleingangsuntersuchung

Gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) (Förderkennzeichen ZMI1-2521FSB101)

Die Schuleingangsuntersuchung (SEU) gehört zu den Schlüsselaufgaben des öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD). Im Rahmen der SEU wird das Sozialpädiatrische Entwicklungsscreening SOPESS als validiertes Instrument zur Erfassung des Entwicklungsstandes bundesweit genutzt. Datenanalysen weisen auf eine Heterogenität von Screeningergebnissen bereits auf Ebene der Rohwertsummen hin, deren Ursachen auf unterschiedliche Faktoren zurückgeführt werden können. Modelle zur Aufklärung der Heterogenität ziehen unterschiedliche Maßnahmen verschiedener Akteure nach sich. Teilweise sind Datenerfassung, -qualität, und -bereitstellung stark eingeschränkt, sodass die Gesundheitsämter keinen oder wenig Nutzen aus diesen Daten ziehen können. Potentiale für die regionale Prävention und die überregionale Gesundheitsberichterstattung bleiben so ungenutzt.

Ziel des Projekts ist die Stärkung des ÖGD durch eine gemeinschaftliche Weiterentwicklung von Methoden und Entwicklung von Kompetenzen in der Durchführung, Dokumentation und Erfassung von SOPESS, sowie der Nutzung der erhobenen Daten für kommunale Ressourcenplanung, Präventionsstrategien und Gesundheitsberichterstattung. 

Das Projekt erarbeitet im Rahmen eines nationalen Forschungsnetzwerks Methoden und erweitert Kompetenzen des ÖGD in der qualitätsgesicherten Durchführung der SEU und einer praxisrelevanten Nutzung der erhobenen Daten. Durch die angebotenen Methoden wird den Kinder- und Jugendgesundheitsdiensten ermöglicht in einer teamorientierten, mit Daten unterstützten Selbstreflexion mögliche Störquellen und Barrieren selbst zu identifizieren und zu beseitigen. Dadurch wird eine passgenauere kommunale Ressourcenplanung sowie eine verbesserte regionale und überregionale Gesundheitsberichterstattung ermöglicht.

 

Projektleitung und Ansprechpartner am IMBEI:

Prof. Dr. Michael S. Urschitz, EU-MSc.

Dorothée Malonga Makosi, MPH

Abteilung Pädiatrische Epidemiologie

Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik

Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz 

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