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2. Juli 2021

Universitätsmedizin Mainz erzielt trotz Corona niedrigeren Fehlbetrag als erwartet – und steigert die Umsatzerlöse um sechs Prozent

Drittmittel für Forschungsprojekte um 8,4 Prozent erhöht – Höhere Personalkosten durch Neueinstellungen und Gehaltszuwächse im Pflegebereich
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Foto: Universitätsmedizin Mainz / Peter Pulkowski

Die Pandemie hat die Universitätsmedizin Mainz, wie viele andere Kliniken auch, im Jahr 2020 wirtschaftlich getroffen, aber dank eines systematischen Pandemie-Managements fiel der Jahresfehlbetrag mit 64,8 Millionen Euro nicht so tiefgreifend aus, wie auf dem Höhepunkt der zweiten und dritten Corona-Welle befürchtet worden war. Die Umsatzerlöse stiegen um 5,7 Prozent von 821 auf 867 Millionen Euro an, was als Ausdruck der Leistungsstärke des einzigen Universitätsklinikums in Rheinland-Pfalz gewertet werden kann.

„Durch die hohe Qualifikation und den vorbildlichen Einsatz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnte das Pandemie-Jahr 2020 medizinisch sehr erfolgreich und finanziell im Rahmen des Verkraftbaren abgeschlossen werden“, resümiert Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz. „Zudem konnten wir durch frühzeitige Schulungen den Ausfall durch Quarantäne oder Erkrankungen sehr gering halten und blieben somit jederzeit einsatzfähig.“

Die Personalaufwendungen stiegen vor allem wegen vermehrter Neueinstellungen im Bereich Pflege an, was im Rahmen der Corona-Pandemie als alternativlos angesehen werden kann. Zudem wirkten sich die in den Jahren zuvor mit ver.di und dem Marburger Bund vereinbarten Tarifabschlüsse kostensteigernd aus. Hiervon profitierte, neben vielen anderen Bereichen, auch die Pflege, deren hohe Qualität in verschiedenen Wettbewerben bereits bestätigt wurde: So wurde etwa vor wenigen Wochen das Pflegeteam der Kinderonkologie vom Verband der privaten Krankenversicherung unter Schirmherrschaft des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung zu den beliebtesten Pflegeprofis in Rheinland-Pfalz ernannt.

Zur Finanzierung von Forschungsprojekten gelang es der Universitätsmedizin Mainz Drittmittel in Höhe von 64,4 Millionen Euro erfolgreich einzuwerben – ein Anstieg von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Mitarbeitenden lag zum 31. Dezember 2020 bei 8.580, was einem Zuwachs auf Jahresbasis um 3,14 Prozent entspricht. Auf Vollzeitbasis beträgt die Beschäftigtenzahl 5.866, gegenüber dem Vorjahr eine Reduktion um 1,03 Prozent.

Die Erlöse aus Krankenhaus-Leistungen stiegen 2020 um rund zwölf Prozent. Dazu zählen auch die Freihaltepauschalen, die im Rahmen der Corona-Pandemie gewährt wurden, jedoch nicht kostendeckend gewesen sind. Die Erlöse aus Wahlleistungen blieben mit 1,1 Prozent Plus nahezu konstant, während die Erlöse aus ambulanten Krankenhaus-Leistungen pandemiebedingt um rund ein Viertel einbrachen.

„Bislang sind wir gut durch die Pandemie gekommen. Wir werden unser Sanierungskonzept, das bereits 2019 zu positiven Effekten geführt hat, konsequent fortführen. Unter Corona- Bedingungen konnten 2020 nicht alle Sanierungsansätze gemäß der Zeitplanung umgesetzt werden. Auch wenn 2021 wohl erneut herausfordernd werden wird, so sind wir zuversichtlich, dass wir uns in den kommenden Jahren kontinuierlich verbessern werden“, sagt PD Dr. Christian Elsner, Kaufmännischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz.

 

Pressekontakt:
Dr. Tasso A. Enzweiler, Leiter Unternehmenskommunikation, Universitätsmedizin Mainz,
Telefon: 06131 17-7424, E-Mail:  pr@unimedizin-mainz.de


Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich mehr als 300.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.300 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie mehr als 600 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 8.600 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de.
[Zahlen: Stand 2020]