Visual Universitätsmedizin Mainz

Aktuelle Forschungsprojekte

1. Optimierung der Online-Nachsorge GSA-Online plus durch die Entwicklung und Evaluation eines ergänzenden Moduls zur individualisierten Return to Work Planung (RTW-Plan)

Nach dem Aufenthalt in einer Rehaklinik steht für Rehabilitand*innen der Übergang in den Alltag und in den Beruf an. In der Praxis ergeben sich häufig Schwierigkeiten beim Transfer der in der stationären medizinischen Rehabilitation erarbeiteten Veränderungsmöglichkeiten und Handlungspläne in den Alltag und Beruf. Dies gilt insbesondere für Rehabilitand*innen, die aufgrund ihrer arbeitsbezogenen Problemlage eine komplexere Planung für ihre berufliche Rückkehr benötigen. Aus unterschiedlichen Gründen erfahren einige Rehabilitand*innen bei der Rückkehr ins Arbeitsleben („Return to Work“ = RTW) keine ausreichende professionelle Unterstützung. Etablierte Nachsorgeprogramme bieten oftmals kein umfassendes Monitoring der Wiedereingliederung an. Darüber hinaus ist auch die Kommunikation zwischen Rehaklinik und Nachsorgeanbieter nur in den wenigsten Fällen ausreichend.

Mit RTW-Plan soll hier ein innovativer Ansatz (Online-Plattform & App) in der Reha-Nachsorge Umsetzung finden, der den Fokus auf Planung, Monitoring, Feedback und Unterstützung bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz lenkt. Dies könnte insbesondere für Rehabilitand*innen zielführend sein, die Unterstützung im Sinne einer Strukturierungshilfe benötigen. Bei Bedarf kann RTW-Plan mit dem von der Arbeitsgruppe bereits erfolgreich evaluierten Online-Nachsorgeprogramm GSA (Gesund und Stressfrei am Arbeitsplatz)-Online plus kombiniert werden. Mit GSA-Online plus können Rehabilitand*innen aus verschiedenen Indikationsbereichen, bei denen psychische Belastungen vorliegen oder Konflikte bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz erwartet werden, eine psychotherapeutisch orientierte Nachsorge nutzen. Durch die Kombination mit RTW-Plan, soll am Ende des Projekts ein abgestuftes Angebot vorliegen, das auf der Grundlage unterschiedlicher Bedarfslagen bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz unterstützen soll.

Im Rahmen der vorliegenden Studie soll das spezifische Angebot entwickelt und anschließend in mehreren Kooperationskliniken der Deutschen Rentenversicherung Bund eingesetzt und evaluiert werden.

Laufzeit: Januar 2020 bis Dezember 2023

Förderung: Deutsche Rentenversicherung Bund

Internet: folgt

2. Entwicklung und Evaluation einer psychosozialen Online-Selbsthilfe für Krebspatient*innen

Eine Krebserkrankung verändert das Leben von Patient*innen und ihren Angehörigen grundlegend. Die Krankheit und ihre Behandlung belasten sie nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Es können Probleme in der Familie auftreten oder auch soziale, berufliche und finanzielle Sorgen entstehen, die die Wiedereingliederung in den Alltag und Beruf betreffen. Vielen Krebskranken fällt es schwer, nach der Entlassung aus dem Krankenhaus eine adäquate, ambulante psychoonkologische Hilfe zu finden oder diese zu beanspruchen. Dadurch entsteht eine Lücke in der psychoonkologischen Versorgung.

Ziel des Projektes ist es, die psychosoziale Versorgung von Krebspatient*innen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus durch ein zusätzliches psychosoziales Online Selbsthilfeprogramm namens epos (emotionsbasierte psychoonkologische online selbsthilfe) zu verbessern. Hierdurch soll auch die Rückkehr in den Alltag erleichtert werden. Die Online Selbsthilfe wird auf der Grundlage psychoonkologischer Behandlungsleitlinien und Bedingungen in Deutschland sowie eigener wissenschaftlicher Vorarbeiten in den Bereichen Psychoonkologie, E-Mental Health und emotionsbasierter Therapiekonzepte umgesetzt. Anschließend prüft das Projekt die Akzeptanz und die Wirksamkeit des Online Selbsthilfeprogramms mit Krebspatient*innen in einer kontrollierten Studie. Es untersucht insbesondere, ob das zusätzliche Angebot die psychischen Belastungen von Krebspatient*innen wirksamer reduzieren kann als die bestehenden psychosozialen Versorgungsangebote, die bereits jetzt von Patient*innen in Anspruch genommen werden können.

Das Projekt wird durch Dr. Rüdiger Zwerenz und Univ.-Prof. Dr. Manfred E. Beutel von der Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz fachlich vertreten. Wichtige Partner sind die Sektion Psychoonkologie der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, die an das Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) angegliedert ist, das Interdisziplinäre Zentrum Klinische Studien (IZKS) – beide zur Universitätsmedizin Mainz gehörend, sowie das Zentrum für audiovisuelle Produktion der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Laufzeit: August 2018 – Juli 2021

Förderung:
Innovationsfonds des G-BA

Internet:
https://innovationsfonds.g-ba.de/projekte/versorgungsforschung/posop-psychosoziale-online-selbsthilfe-fuer-onkologische-patienten.135

So erreichen Sie uns:

Untere Zahlbacher Str. 8
55131 Mainz

Telefonische Sprechzeiten:

Mo - Do 08.00 – 16.00 Uhr
Fr         08.00 – 13.00 Uhr

Tel. 06131 17-7381
Fax 06131 17-6439 

Lageplan (Pdf-Datei, 1,4 MB)