Visual Universitätsmedizin Mainz

Diagnostik und Therapie leichter kognitiver Beeinträchtigungen bei älteren (50-59- jährigen) Patienten in der psychosomatischen Rehabilitation – Bedeutung für die berufliche Reintegration

Projektleiter: Prof. Dr. M.E. Beutel

Das Projekt wird seit dem 01.06.2004 (bis 31.05.2007) in der Psychosomati­schen Klinik Bad Neustadt durchgeführt. Im Rahmen des Projekts wird ein verhaltenstherapeutisch orientiertes kognitives Trainingsprogramm bei Patien­ten mit kognitiven Auffälligkeiten durchgeführt und evaluiert. Vorab werden ältere Arbeitnehmer zwischen 50 und 59 Jahren mit einer umfassenden neuropsychologischen Testbatterie untersucht. Zur Erhebung der kognitiven Leistungsfähigkeit der Patienten wurden standardisierte Testverfahren zur Er­fassung kognitiver Leistungsbereiche verwendet, die gleichzeitig alle relevan­ten kognitiven Funktionsbereiche erfassen, die durch leichte kognitive Ein­bußen beeinträchtigt sein können. Mit Hilfe von Fragebögen wurde die subjek­tive Einschätzung der Gedächtnisleistung und der beruflichen Leistungsfähig­keit, sowie die Depressivität und Leistungsmotivation der Patienten erhoben. Alle Patienten, die aufgrund ihrer Testergebnisse kognitive Auffälligkeiten aufweisen oder über subjektive Beeinträchtigungen ihrer kognitiven Leistungs­fähigkeit klagen, werden konsekutiv in einem ABAB-Design dem Training (A) oder einer Kontrollgruppe Gehirnjogging (B) zugewiesen. Nach Abschluss des Trainings wird eine erneute testpsychologische Untersuchung durchgeführt. Ziel des Trainingsprogramms ist es, die kognitiven, affektiven und verhaltens­bezogenen Bedingungen kognitiver Leistungseinbußen zu analysieren und die alltagsrelevanten kognitiven Funktionen der Patienten gezielt zu trainieren. Das Training behandelt zwei Themenschwerpunkte, die sich in vorangegangenen Studien für Patienten dieser Altersgruppe als bedeutsam erwiesen haben: a) das prospektive Gedächtnis; b) das strukturierte Erschließen neuer Informationen. Das Training findet in interaktiven Kleingruppen von 4-8 Patienten (geschlos­sene Gruppen) mit jeweils 7 Terminen pro Trainingsgruppe statt.

Das Projekt wird von der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) gefördert und wird in Kooperation mit der Psychosomatischen Klinik Bad Neustadt/Saale (Dr. R.J. Knickenberg, Dr. F. Bleichner) und der Klinik für Psychiatrie der Justus-Liebig-Universität Gießen (PD Dr. R. Kaschel, Dr. S. Paulsen) durchgeführt.

Literatur:

Kaschel R. Gedächtnistraining – ein verhaltenstherapeutisches Gruppenpro­gramm. Psychologie Verlags Union

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