Visual Universitätsmedizin Mainz

Als Patient von A bis Z

Erstkontakt und Evaluation

In der Regel werden Sie von ihrem Hausarzt oder einem Facharzt zum ersten Mal in unserer Lebertransplantationsambulanz vorgestellt, weil bei Ihnen eine fortgeschrittene Lebererkrankung oder ein Leberkrebs festgestellt wurde.

Sollten Sie von sich aus Fragen rund um die Lebertransplantation haben oder eine zweite Meinung zu einer geplanten Behandlung wünschen, wenden Sie sich gerne jederzeit an unsere Lebertransplantationsambulanz.

 

Im Rahmen des Erstkontaktes besprechen wir mit Ihnen, ob eine Lebertransplantation für Sie in Betracht kommt. Sollte dies der Fall sein, werden wir mit Ihnen einen stationären Termin vereinbaren, um uns aus medizinischer Sicht ein genaues Bild von Ihnen und Ihrer Erkrankung zu machen. Am Ende dieser mehrtägigen „Evaluation zur Lebertransplantation“ werden wir Ihren Fall in unserer interdisziplinären Transplantationskonferenz  

Interdisziplinäre Transplantationskonferenz

 

besprechen und gemäß der Richtlinien der Bundesärztekammer entscheiden, ob Sie in die Warteliste aufgenommen werden. 

 

 

Die Zeit als Patient in der Warteliste

Als Patient in der Warteliste ist es erforderlich, Ihren Gesundheitszustand regelmäßig zu kontrollieren und den Verlauf Ihrer Lebererkrankung zu verfolgen. Hierzu kommen Sie alle 3 bis 6 Monate in unsere Lebertransplantationsambulanz. In Abstimmung mit Ihrem zuweisenden Arzt und unserem Transplantationsbüro senden Sie uns Ihre aktuellen Laborwerte zu, damit wir diese an EUROTRANSPLANT weiterleiten können.

Die Dringlichkeit Ihrer Transplantation und Ihr Ranking auf der Warteliste richten sich nach dem sogenannten MELD-Score (Model for End-Stage-Liver-Disease). Dieser errechnet sich aus drei Laborwerten (Bilirubin, Kreatinin, INR) und gibt über den Schwergrad Ihrer Lebererkrankung Aufschluss.    

Wenn sich Ihr Zustand einmal akut verschlechtern sollte und Ihr MELD-Score steigt, dann kann dies für eine Transplantation nur berücksichtigt werden, wenn wir davon erfahren und die veränderte Situation an EUROTRANSPLANT weitergeben. Deshalb ist es wichtig, dass Sie uns über gesundheitliche Veränderungen, neue Untersuchungsbefunde oder Arzt- und Kliniksbesuche immer auf dem Laufenden halten. 

 

 

Behandlungspfad Lebertransplantation

 

 

 

Transplantation

Wenn ein geeignetes Organangebot für Sie vorliegt, müssen Sie innerhalb weniger Stunden in die Klinik kommen. Sofern keine gesundheitlichen Umstände gegen eine Transplantation sprechen, können wir nach Abschluss der Vorbereitungen die Transplantation vornehmen. Mit der Operation beginnt auch die Abstoßungsbehandlung, die sogenannte Immunsuppression, für die Sie nun täglich Medikamente einnehmen müssen. Im Laufe Ihres stationären Aufenthaltes werden wir Sie über die nach einer Transplantation wichtigen Aspekte, insbesondere im Zusammenhang mit der genannten Immunsuppression, ausführlich informieren. 

Anschlussheilbehandlung

Nach der Entlassung aus der stationären Behandlung empfehlen wir unseren Patienten die Teilnahme an einer mehrwöchigen Anschlussheilbehandlung (AHB). Diese wird von unserem Sozialdienst noch im Laufe Ihres stationären Aufenthaltes für Sie organisiert.

Nachsorge

Nachdem Sie aus der Anschlussheilbehandlung nach Hause entlassen wurden, beginnt die ambulante Nachsorge über unsere Lebertransplantationsambulanz in Zusammenarbeit mit Ihrem Hausarzt. Sie soll den Transplantationserfolg langfristig sicherstellen und Ihnen die Rückkehr in ein „normales Leben“ ermöglichen.
Zur Transplantations-Nachsorge gehören regelmäßige ambulante Besuche in der Lebertransplantationsambulanz und Blutabnahmen beim Hausarzt ebenso wie die stationären Checkuntersuchungen 1, 5, 10, 15, 20, ... Jahre nach Lebertransplantation. Die Lebertransplantationsambulanz dient Ihnen außerdem als lebenslanger Ansprechpartner bei medizinischen Fragen oder Behandlungen, die nicht unmittelbar mit Ihrer Transplantation zu tun haben.

Flyer Transplantationsnachsorge
(Pdf , 2,3 MB)