Visual Universitätsmedizin Mainz

Tumorforschung

Signaltransduktion und Zellbiologie

In unserem Forschungslabor werden die molekularen Hintergründe der Entstehung und Progression von Tumorerkrankungen unter verschiedenen Aspekten erforscht. Ein Fokus liegt in der Ausbreitung von Ovarialkarzinom- sowie Endometriose-Zellen im Peritoneum und in der Analyse des Migrations- und Adhäsionsverhaltens der Zellen. Dabei untersuchen wir die Rolle des Calcium-sensitiven Rezeptors CaSR und von Integrinen sowie intrazelluläre Signalmediatoren. Ähnliche Fragestellungen bearbeiten wir im Themenbereich des Brustkrebses. Wir beurteilen Resistenzmechanismen gegenüber gezielten Therapien und entwickeln neue therapeutische Strategien, beispielsweise indem wir alternative Signalwege identifizieren und gezielt hemmen. Weiterhin analysieren wir den Tumorsuppressor PTEN und seine Splice-Variante PTENdelta, der in der Progression des Mamma-Karzinoms ebenfalls eine Rolle spielt. Durch eine Quantifizierung von miRNA in Brustkrebsgewebe und im Plasma von Patientinnen möchten wir einen Marker identifizieren, der eine Tumorprogression prognostizieren kann. Anhand der molekularen Situation der Tumoren erarbeiten wir zudem die Grundlage für die Entwickelung neuer zielgerichteter Therapieformen. Eine konkrete Auflistung der laufenden Projekte ist auf der Webseite des WiMS zu finden.

Tumorimmunologie

Ein wesentliches Forschungsinteresse liegt seit mehr als einer Dekade auf dem Einfluss des Immunsystems beim frühen Mammakarzinom. Nachdem wir sowohl den prognostischen, als auch den prädiktiven positiven Einfluss der Expression von Immunzelltranskripten im Mammakarzinom zeigen konnten, beschäftigen sich aktuelle Forschungsansätze mit der näheren Charakterisierung des intratumuralen Immunzellinfiltrats. Darüber hinaus arbeiten wir in Kooperation mit dem Institut für Immunologie und dem Institut für translationale Onkologie (TRON) an der Charakterisierung von Antigenen im Tumor, die diese Immunreaktion auslösen können. Ein darauf aufbauender weiterer Schritt ist die therapeutische Beeinflussung dieser Antigene. So konnten wir bereits frühe klinische Studien mit einem monoklonalen Antikörper gegen das epitheliale Zelladhäsionsmolekül (Ep-CAM) durchführen. Eine weitere, derzeit aktiv rekrutierende, Phase I-Studie (Mutanome Engineered RNA Immuno-Therapy [MERIT]) behandelt Patientinnen mit einem triple-negativen Mammakarzinom mittels personalisierter RNA Vakzinierung. Eine konkrete Auflistung der laufenden Projekte ist auf der Webseite des WiMS zu finden.