Visual Universitätsmedizin Mainz

10. April 2018

Erster Ausbildungslehrgang der Fachweiterbildung „Pflege in der Onkologie“ startet

Universitätsmedizin und JGU erarbeiten gemeinsam zukunftsweisendes Weiterbildungskonzept

Die Pflege krebskranker Menschen ist eine Herausforderung. Sie verlangt eine breite Palette an Kenntnissen, zugleich ist ein hohes Maß an Vielseitigkeit und Flexibilität gefragt. Als Antwort auf diese Herausforderung hat die Universitätsmedizin Mainz in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) die Fachweiterbildung "Gesundheits- und (Kinder-) Krankenpfleger/in für die Pflege in der Onkologie" ins Leben gerufen. Jetzt startete der erste Ausbildungslehrgang in die zweijährige berufsbegleitende Fachweiterbildung.

Pflegevorstand Marion Hahn begrüßte die neun Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ersten Staffel und wünschte ihnen einen erfolgreichen Start. Sie betonte: „Dies ist eine zukunftsweisende Weiterbildung – sie wird die Qualität in der Pflege noch einmal entscheidend verbessern.“ Das Besondere sei zudem die enge Kooperation zwischen Universitätsmedizin und Universität: „Es ist ein übergreifendes Projekt, dass wir gemeinsam konzipiert und erarbeitet haben.“

Die Fachweiterbildung richtet sich an Pflegende krebskranker Menschen aller Altersstufen. Sie soll Pflegende dazu befähigen, Krebskranke in ihren verschiedenen Krankheitsphasen unter Berücksichtigung ihrer körperlichen, sozialen und seelischen Bedürfnisse und ihrer individuellen Interessen mit Hilfe aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse professionell, ganzheitlich und umfassend zu begleiten, beraten und zu pflegen. Zudem sollen sich die Teilnehmenden mit berufsspezifischen Problemen, Ängsten und Bedürfnissen auseinandersetzen und Möglichkeiten der Konfliktlösung und Selbstpflege kennen lernen. Die Fachweiterbildung umfasst 1.900 Praxisstunden und 770 Stunden theoretischen Unterrichts in acht verschiedenen Modulen. Die Universitätsmedizin wurde gemeinsam mit dem ZWW als Weiterbildungsstätte von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) anerkannt.

„Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz im Sinne der Verzahnung von Theorie und Praxis“, betont Dr. Beate Hörr, Leiterin des Zentrums für wissenschaftliche Weiterbildung der JGU. „Ein Modul der Weiterbildung befasst sich ausführlich mit der Beratung von Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen. Ein weiteres Modul dreht sich um das Qualitätsmanagement. Die Breite der Themen ist unser Alleinstellungsmerkmal.“ Die Wertigkeit des Angebots spiegele sich vor allem auch darin wider, dass 120 Leistungspunkte wie bei einem Masterabschluss vergeben würden. „Das ist neu und unterstreicht noch einmal die enge Verbindung von ZWW und Universitätsmedizin.“

Erfahrene Dozenten werden den Teilnehmenden die Lehrinhalte der einzelnen Module vermitteln. Reinhard Wieck, seit Januar koordinierende onkologische Fachpflegekraft an der Universitätsmedizin Mainz, ist einer von ihnen. Er hat die Fachweiterbildung, bevor es das Angebot in Mainz gab, andernorts absolviert und ist überzeugt: „Das Pflegepersonal kann viel tun, um die Lebensqualität onkologischer Patientinnen und Patienten zu verbessern. Wir spielen eine wichtige Rolle beim Management der Nebenwirkungen der verschiedenen Krebstherapien, aber auch bei Dingen wie der Ernährungsberatung. Auch begleiten wir unsere Patientinnen und Patienten oft über einen langen Zeitraum. Wir erleben sie ebenso wie ihre Angehörigen in einem entscheidenden Abschnitt in ihrem Leben, in dem sie hohe Belastungen zu ertragen haben. Da sind medizinisches Know-How, aber insbesondere auch Soft Skills wie etwa Gesprächsführung gefragt. Diese gesamte Palette können wir gemeinsam mit dem ZWW in unserer neuen Fachweiterbildung anbieten.“

Mit der Etablierung der Fachweiterbildung „Pflege in der Onkologie“ erweitert die Universitätsmedizin Mainz einmal mehr ihr Portfolio an Fachweiterbildungen. Bisher gab es entsprechende Angebote für die Intensivpflege, die pädiatrische Intensivpflege, die operativen Funktionsbereiche und die psychiatrische Pflege. Pflegevorstand Marion Hahn ist überzeugt: „Das neue Angebot wird Strahlkraft haben – unter Pflegefachkräften, aber auch unter Patientinnen und Patienten.“

 

Bildunterschrift: Pflegevorstand Marion Hahn (vordere Reihe, 3.v.l.), ZWW-Leiterin Dr. Beate Hörr (vordere Reihe, 3.v.r.), Reinhard Wieck (koordinierende onkologische Fachpflegekraft, hinten rechts), Diana Nowak (Leitung der Fachweiterbildung, vordere Reihe, 2.v.r.), Barbara Bachmann (Pflegedienstleitung, mittlere Reihe, links),  Stephanie Wohlschlegel-Abu Tair (Referentin Pflegevorstand, mittlere Reihe, 2.v.l.) sowie Mark Reinhard (ZWW, hinten links) begrüßen die Teilnehmenden und geben den Startschuss zur ersten Staffel

 

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Telefon 06131 17-7424, Fax 06131  17-3496, E-Mail:  pr@unimedizin-mainz.de

 

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.400 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

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