Visual Universitätsmedizin Mainz

6. Juni 2018

Prostatakrebs: Neue Behandlungskonzepte im Visir

DFG fördert Forschungsprojekt der Universitätsmedizin Mainz

Integrinrezeptoren haben entscheidenden Anteil daran, dass Tumorzellen im Tumorverbund aneinander haften oder aber metastasieren. Inwieweit lassen sich aber diese Anhaftungsmoleküle ausschalten? Hätte ein Blockieren der Integrinrezeptoren einen therapeutischen Nutzen? Das sind die zentralen Fragen eines Forschungsprojekts von Prof. Dr. Igor Tsaur von der Universitätsmedizin Mainz, das die Deutsche ForschungsGemeinschaft (DFG) mit insgesamt rund 500.000 Euro fördert. Die Universitätsmedizin Mainz erhält davon rund 160.000 Euro, zwei Kooperationspartner zusammen 340.000 Euro. Forschungserkenntnisse könnten dazu beitragen, die Behandlung von metastasiertem Prostatakarzinom zu verbessern.

Integrine sind Eiweißmoleküle, die auf allen Zellen zu finden sind. Sie besitzen eine wichtige Funktion in der Signalübertragung von Zellen. Die Weiterleitung von Signalen vom Zelläußeren ins Zellinnere und umgekehrt erfolgt unter anderem über Integrinrezeptoren. Darüber hinaus sorgen sie zum Beispiel dafür, dass Tumorzellen aneinander haften. Somit spielen sie eine tragende Rolle beim Metastasierungsprozess. „Eine Blockade der Integrinrezeptoren könnte dazu führen, dass die Tumoraktivität aufgehalten und die Tumorausbreitung gebremst wird“, ist Professor Tsaur überzeugt. Konkret wollen Tsaur und seine Arbeitsgruppe blockierende Substanzen zur Ausschaltung der Integrinrezeptoren einsetzen. In diesem Zusammenhang sollen Versuche mit Tumormodellen erfolgen, die nicht mehr auf die reguläre Chemo- und Hormontherapie ansprechen. Dabei werden zwei verschiedene Metastasierungsstadien  abgedeckt, welche bei betroffenen Patienten auftreten.

„Im Idealfall lässt sich auf Grundlage unserer Forschungsergbnisse das Arsenal an therapeutischen Werkzeugen verbessern. Das käme insbesondere den Patienten zugute, bei denen die konventionellen Behandlungsansätze nicht mehr greifen“, so Professor Tsaur.

Die DFG fördert das Forschungsprojekt „Stellenwert der Integrinrezeptoren als therapeutisches Target für das metastasierte Prostatakarzinom unter Resistenz zu Taxanen und Androgenrezeptor-Signalweg-Inhibitoren“ für die Dauer von drei Jahren mit rund 160.000 Euro am Standort Mainz. Das Gesamtvolumen des Projekts beläuft sich auf rund 500.000 Euro – beteiligt an dem Forschungsvorhaben sind neben der Universitätsmedizin Mainz noch urologische Universitätskliniken in Frankfurt am Main und Homburg Saar.

 

Bildunterzeile: Prof. Dr. Igor Tsaur ist 1. Oberarzt in der Klinik für Urologie und Kinderurologie der Universitätsmedizin Mainz

Kostenfreie Verwendung des Fotos unter Angabe der Quelle: Peter Pulkowski (Universitätsmedizin Mainz)

 

Kontakt

Prof. Dr. Igor Tsaur
Klinik für Urologie und Kinderurologie
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz,
Telefon 06131 – 172041, E-Mail:  igor.tsaur@unimedizin-mainz.de

 

Pressekontakt

Oliver Kreft, Unternehmenskommunikation, Universitätsmedizin Mainz, Telefon 06131  17-7424, Fax 06131  17-3496, E-Mail:  pr@unimedizin-mainz.de

 

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.400 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

 

DFG fördert Forschungsprojekt der Universitätsmedizin Mainz

(Mainz, 06. Juni 2018, ok) Integrinrezeptoren haben entscheidenden Anteil daran, dass Tumorzellen im Tumorverbund aneinander haften oder aber metastasieren. Inwieweit lassen sich aber diese Anhaftungsmoleküle ausschalten? Hätte ein Blockieren der Integrinrezeptoren einen therapeutischen Nutzen? Das sind die zentralen Fragen eines Forschungsprojekts von Prof. Dr. Igor Tsaur von der Universitätsmedizin Mainz, das die Deutsche ForschungsGemeinschaft (DFG) mit insgesamt rund 500.000 Euro fördert. Die Universitätsmedizin Mainz erhält davon rund 160.000 Euro, zwei Kooperationspartner zusammen 340.000 Euro. Forschungserkenntnisse könnten dazu beitragen, die Behandlung von metastasiertem Prostatakarzinom zu verbessern.

Integrine sind Eiweißmoleküle, die auf allen Zellen zu finden sind. Sie besitzen eine wichtige Funktion in der Signalübertragung von Zellen. Die Weiterleitung von Signalen vom Zelläußeren ins Zellinnere und umgekehrt erfolgt unter anderem über Integrinrezeptoren. Darüber hinaus sorgen sie zum Beispiel dafür, dass Tumorzellen aneinander haften. Somit spielen sie eine tragende Rolle beim Metastasierungsprozess. „Eine Blockade der Integrinrezeptoren könnte dazu führen, dass die Tumoraktivität aufgehalten und die Tumorausbreitung gebremst wird“, ist Professor Tsaur überzeugt. Konkret wollen Tsaur und seine Arbeitsgruppe blockierende Substanzen zur Ausschaltung der Integrinrezeptoren einsetzen. In diesem Zusammenhang sollen Versuche mit Tumormodellen erfolgen, die nicht mehr auf die reguläre Chemo- und Hormontherapie ansprechen. Dabei werden zwei verschiedene Metastasierungsstadien  abgedeckt, welche bei betroffenen Patienten auftreten.

„Im Idealfall lässt sich auf Grundlage unserer Forschungsergbnisse das Arsenal an therapeutischen Werkzeugen verbessern. Das käme insbesondere den Patienten zugute, bei denen die konventionellen Behandlungsansätze nicht mehr greifen“, so Professor Tsaur.

Die DFG fördert das Forschungsprojekt „Stellenwert der Integrinrezeptoren als therapeutisches Target für das metastasierte Prostatakarzinom unter Resistenz zu Taxanen und Androgenrezeptor-Signalweg-Inhibitoren“ für die Dauer von drei Jahren mit rund 160.000 Euro am Standort Mainz. Das Gesamtvolumen des Projekts beläuft sich auf rund 500.000 Euro – beteiligt an dem Forschungsvorhaben sind neben der Universitätsmedizin Mainz noch urologische Universitätskliniken in Frankfurt am Main und Homburg Saar.

 

Bildunterzeile: Prof. Dr. Igor Tsaur ist 1. Oberarzt in der Klinik für Urologie und Kinderurologie der Universitätsmedizin Mainz

Kostenfreie Verwendung des Fotos unter Angabe der Quelle: Peter Pulkowski (Universitätsmedizin Mainz)

 

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Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz,
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Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.400 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

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