Visual Universitätsmedizin Mainz

Aktuelle Forschungsprojekte

Projekt 1:
Einfluss der Konditionierung auf die Immunrekonstitution

 

  • Funktionsverlust GPI-Anker negativer T-Zellen nach Alemtuzumab-basierter T-Zelldepletion
    In vorherigen Arbeiten konnten wir zeigen, dass nach Alemtuzumab-basierter Konditionierung nach allogener Stammzelltransplantation GPI-Anker negative T-Zellen rekonstituieren. Diese T-Zellen sind in ihrer Fähigkeit gestört, virus-infizierte Zellen zu bekämpfen. Hier untersuchen wir die Mechanismen, die zu GPI-Anker negativen T-Zellen führen und die Ursachen der gestörten T-Zellfunktion.
    (A. Lay, C. Götz)

  • GPI-Anker negative regulatorische T-Zellen nach Alemtuzumab
    Patienten nach Alemtuzumab-Therapie zeigen auch GPI-Anker negative regulatorische T-Zellen (Treg). Diese scheinen schlechter in der Lage zu sein andere T-Zellen zu hemmen und somit ein angestoßenes Immunsystem zu kontrollieren. In ersten Daten konnten wir bestätigen, dass Patienten mit einer besonderen Form der GVHD vermehrt GPI-Anker negative Treg aufweisen.
    (L. Schäfer, K. Epp, Kooperation: T. Bopp)
  • Unterschiede in der NK-Zell-Rekonstitution nach ATG oder Alemtuzumab basierter T-Zelldepletion
    ATG und Alemtzumab werden als Antikörper zur T-Zelldepletion eingesetzt um eine GvHD nach allogener Stammzelltransplantation zu verhindern. Direkt nach T-Zell-depletierter Transplantation kommt den NK-Zellen eine bedeutende Funktion in der Immunantwort zu. In diesem Teilprojekt untersuchen wir die Auswirkungen der unterschiedlichen Antikörper auf die NK-Zell-Entwicklung nach der Transplantation und versuchen klinisch auffällige Unterschiede z.B. in der Infektionsrate zu verstehen.
    (S. Bode, Kooperation: E. Ullrich)
  • Unterschiede im Langerhans-Zell-Chimärismus
    Antigenpräsentierende Zellen spielen in der Immunantwort als Partner der T-Zellen eine bedeutende Rolle. Langerhanszellen als APC´s der Haut zeigen unterschiedliche Dichte und Herkunft in Abhängigkeit vom gewählten Konditionierungsregime. Dieses Projekt untersucht den Einfluss der Ganzkörperbestrahlung auf die Entwicklung der Langerhanszellen bzw ihre Bedeutung in der Entstehung von Haut-GvHD.
    (T. Schmitt, Kooperation: K. Bender)

Projekt 2:
Gestörte Balance unterschiedlicher Subpopulationen als Ursache der GvHD

 

  • Einfluss regulatorischer T-Zellen auf die GvHD-Entstehung und Therapie
    GvHD als unerwünschte Reaktion des Spenderimmunsystems auf gesundes Patientengewebe wird meist als Dysregulation des neuen Immunsystems verstanden. Durch eine gestörte Funktion oder quantitative Unterlegenheit könnten regulatorische T-Zellen sowohl in der Diagnose als auch in der Therapie der GvHD von Bedeutung sein. Dieses Projekt evaluiert verschiedene Treg-Subpopulationen als mögliche Biomarker, sowie die Möglichkeit Treg als zelluläre Therapie für Patienten mit GvHD einzusetzen.
    (P. Wölfinger, Kooperation: T.Bopp, H. Jonuleit, A. Tüttenberg)

  • Bedeutung von IL17-Zellen in der Pathologie der GVHD
    Die Rolle von IL17-Zellen wird aktuell kontrovers diskutiert. Wir untersuchen IL17-Zellen in Patienten nach allogener Stammzelltransplantation sowohl in Blut als auch verschiedenen Organen um ihre Rolle in der Entstehung der GvHD zu adressieren.
    (D. Wolff, Kooperation: J. Karbach, A. Kreft)