EAP Unimed – Employee Assistance Program für die Universitätsmedizin

Ein Forschungsprojekt im Netzwerk Universitätsmedizin (NUM): egePan – Evidenzgeleitetes Pandemiemanagement

Lieber Kolleg:innen,

die akute Krise aufgrund der Corona-Pandemie hat insbesondere auch für Beschäftigte an Kliniken dramatische Auswirkungen. Wir möchten Sie und Ihre Nächsten dabei unterstützen, die aktuelle Krise möglichst stabil zu meistern. Wir haben Ihnen ein Informationsangebot zum Umgang mit seelischen Belastungen durch den Coronavirus zusammengestellt. Darüber hinaus finden Sie weitere Informationen zu unserem Projekt, in dem es um die Einrichtung eines Employee Assistance Program (EAP) geht. EAP Unimed ist ein ganzheitliches Unterstützungsprogramm für Mitarbeitende von Universitätskliniken.

Mit freundlichen Grüßen
Univ. Prof. Dr. med. Manfred E. Beutel      Univ. Prof. Dr. med. Dirk Rose
Lina Marie Mülder M.Sc. Psych                 Marian Tolksdorf & Dr. med. Peter Kegel


Über egePan

Das Verbundforschungsprojekt

Das Verbundforschungsprojekt egePan Unimed (https://www.egepan.de) ist eines von 13 Projekten des nationalen Forschungsnetzwerks der Universitätsmedizin (NUM).

Teilnehmende Unikliniken. Blau = beteiligt am Projekt; roter Rand = Projektleitung.
Quelle: https://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/projekte/evipan (eingesehen am 03.02.20219)


Alle 36 Universitätskliniken bundesweit haben sich mit dem Ziel zusammengeschlossen Maßnahmenpläne, Diagnostik- und Behandlungsstrategien zusammenzuführen und auszuwerten. Die kliniknahen Forschungsergebnisse sollen unmittelbar den Kliniken zur Optimierung ihres Krisenmanagements zur Verfügung stehen.

Projektziel im Förderschwerpunkt Personalressourcenmanagement

Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe Personalressourcenmanagement als Teilprojekt von egePan hat das übergeordnete Ziel, Best-Practice-Vorlagen und Werkzeuge zur Erfassung der Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung der physischen und psychischen Gesundheit von Klinikmitarbeitenden in einer Pandemie zu erstellen. Dadurch soll ein Beitrag dazu geleistet werden, dass ausreichend qualifiziertes Personal für den Umgang mit einer Pandemie zur Verfügung steht.

Die Sicherstellung der Arbeitsfähigkeit durch die Entwicklung von Präventionskonzepten, Identifizierung von Risikofaktoren, Werkzeuge zur Überwachung und Interventionen bei psychischen Belastungen stehen dabei im Vordergrund.

Forschungsfragen im Teilprojekt: Psychische Mitarbeitergesundheit

  • Was sind Risikofaktoren und Risikogruppen für psychische Belastungen im Zusammenhang mit der Pandemie, die die Arbeitsfähigkeit gefährden?
  • Was sind Risikofaktoren für Absentismus und Präsentismus im Rahmen der Pandemie?
  • Welche präventiven und therapeutischen Interventionen gibt es zum Schutz und zur Förderung der physischen und psychischen Gesundheit von Beschäftigten in der Pandemie? Wie sind diese Interventionen in Bezug auf die verfügbare Evidenz einzuordnen und wie werden sie vom Personal bewertet und wo gibt es ungedeckten Bedarf?
  • Wie kann die psychische Belastung des Krankenhauspersonals in Pandemien mittels Apps längsschnittlich erfasst und ein frühzeitiger Kontakt zu Interventionsdiensten (EAP-System) hergestellt werden? Etablierung eines abgestuften Mitarbeiterhilfesystems (EAP-System) für das Personal aller Universitäts- und Pflegekliniken in Pandemien.
Laufzeit: August 2020 – August 2021 Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung