Visual Universitätsmedizin Mainz
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PET/CT was ist das?

Die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) ist ein diagnostisches Untersuchungsverfahren, bei dem mit Hilfe von schwach radioaktiv markierten Substanzen verschiedene Stoffwechselvorgänge des Körpers sichtbar gemacht werden können.

Oft wird beispielsweise ein radioaktiv markiertes Traubenzuckermolekül (FDG) verwendet, welches insbesondere krankhaft veränderte Zellen gut sichtbar machen kann, da diese in der Regel einen intensiven Traubenzuckerstoffwechsel aufweisen und sich so vom gesunden Gewebe unterscheiden. Die Untersuchung kann dadurch z.B. über das Ausmaß, die Ausbreitung oder aber auch über das Ansprechen einer Therapie Aufschluss geben.

Besonders häufig wird die PET/CT Untersuchung zur Ausbreitungsdiagnostik von bösartigen Erkrankungen, zur Therapiekontrolle und bei Verdacht auf Rezidiv (erneutes Auftreten) eingesetzt.

Sie kommt aber auch bei Entzündungsprozessen, bei neurologischen Erkrankungen, wie Demenzen und koronaren Herzerkrankungen, zum Einsatz.

Mit anderen Substanzen können wir auch Tumore der Prostata (PSMA), neuroendokrine Tumore (DOTATOC) und hirneigene Tumore (FET) untersuchen

PET/CT Warum?

Bei einer Vielzahl von Erkrankungen, insbesondere auch bei bösartigen Erkrankungen, hat die Untersuchung mittels PET/CT eine große Bedeutung. Die Klinik für Nuklearmedizin bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Substanzen für die PET/CT Diagnostik an, die zum Teil exklusiv im klinikeigenen radiochemischen Reinraum-Labor hergestellt werden. Somit können neben den sehr häufigen Untersuchungen mit radioaktivem Traubenzucker auch spezielle Untersuchungen, wie z.B. bei Prostata-Karzinom (sog. PSMA-PET/CT) oder Gehirntumoren angeboten werden. Neben der Diagnostik bösartiger Erkrankungen hat die PET/CT auch eine große Bedeutung bei Demenzen und entzündlichen Erkrankungen.

PET/CT Wann?

  • Charakterisierung und Ausbreitung der Tumorerkrankung
  • Ansprechen einer Therapie Entzündungslokalisation
  • Suche eines primären Krebsherdes
  • Herzerkrankungen
  • Demenzerkrankungen 
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Welche Vorbereitung ist nötig am Beispiel des Traubenzucker PET/CT?

  • Gesamtaufenthalt in unserer Abteilung beträgt ca. 3 Stunden
  • Für eine bestmögliche Bildqualität, müssen Sie ca. 8 Stunden vor der Untersuchung nüchtern bleiben
  • Ungesüßte Flüssigkeiten, wie Mineralwasser oder Tee sind erlaubt
  • Sie sind Diabetiker*in? Kein Problem; durch eine besondere Untersuchungsvorbereitung können wir die Untersuchung trotzdem durchführen

Untersuchungsablauf

  • Wir messen als erstes Ihren Blutzuckerspiegel, dieser sollte zur Untersuchung im Normbereich liegen
  • Zur Verringerung der Strahlenbelastung und zur Verbesserung der Bildqualität injizieren wir Ihnen zumeist ein harntreibendes Medikament (Lasix), damit wird die nicht angereicherte Strahlung schneller ausgeschieden
  • Um auch eine optimale Bildqualität des Bauchraums zu erhalten, wird meistens ein weiteres Medikament (Buscopan), welches den Magen-Darm-Trakt beruhigt, injiziert
  • Jetzt erfolgt die Injektion der radioaktiven Substanz, meistens ein markierter Traubenzucker, der den Stoffwechsel der Körperzellen abbildet. Viele Tumorzellen weisen einen erhöhten Stoffwechsel auf, so dass diese damit gut sichtbar sind
  • Nach der Injektion müssen Sie ca. 60 Minuten ruhen und möglichst entspannen
  • Im Anschluss erfolgt die Aufnahme im PET/CT, diese dauert je nach Fragestellung 15-30 Minuten
Kontakt-PET

Anmeldung PET/CT
Tel.  06131 / 17-6051
Fax 06131 / 17-6475

Ansprechpartner
Frau H. Armbrust
Tel. 06131 / 17-6565

Allgemeine Anfragen
E-Mail

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