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GIFTINFORMATIONSZENTRUM der Länder
Rheinland-Pfalz und Hessen
     -Klinische Toxikologie-
 

Willkommen auf der Homepage des

Giftinformationszentrum der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen

 

Das Giftinformationszentrum (GIZ) der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen an der Universitätsmedizin in Mainz bietet für alle Anrufer unter der Rufnummer 06131-19240 rund um die Uhr professionelle und ärztliche Beratung bei Vergiftungen aller Art.

Das GIZ-Mainz besteht seit dem Jahr 1964 und ist eines von 9 deutschen Giftinformationszentren. Seit dem Jahr 2000 ist das GIZ Mainz von den Ländern Rheinland-Pfalz und Hessen nach dem Chemikaliengesetz (§16e) als zuständiges Giftinformationszentrum benannt.

Das GIZ Mainz befindet sich in der Universitätsmedizin Mainz und bildet mit der internistischen Intensivstation eine logistische und teilweise auch personelle Einheit. Das interdisziplinäre Beratungsteam besteht aus erfahrenen Ärztinnen und Ärzten mit langjähriger internistischer sowie intensivmedizinischer Erfahrung und wird durch Diplom-Chemiker, Diplom-Biologen und Pharmazeuten personell und inhaltlich ergänzt.

Im Rahmen eines Schichtdienstes ist das GIZ Mainz 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr telefonisch erreichbar. Pro Tag werden so ca. 100 Beratungen wegen Vergiftungen durchgeführt, pro Jahr sind dies 32.000 bis 35.000 Beratungen. Durch die logistische Kopplung an die Internistische Intensivstation der Universitätsmedizin können darüber hinaus Patienten mit schweren oder komplexen Vergiftungen nach Übernahme von anderen Krankenhäusern unmittelbar mitbehandelt werden.

Den Beratern stehen umfangreiche medizinische, pharmazeutische und toxikologische Datenbanken über Medikamente, Chemikalien und andere Giftstoffe zur Verfügung. Für Vergiftungsfälle mit Verbrauchs- und Haushaltsprodukten existieren des Weiteren fortlaufend aktualisierte Datenbanken mit Produktangaben der jeweiligen Hersteller (Inhaltsstoffe, Konzentrationen, chemische und physikalische Eigenschaften u.v.a.).

Alle Vergiftungsfälle werden in einer vom GIZ-Mainz entwickelten Datenbank (ADAM) dokumentiert und nach Möglichkeit mittels eines schriftlichen und freiwilligen Follow-up Systems bezüglich ihres weiteren Verlaufs nachverfolgt. Mit diesem System steht dem GIZ Mainz inzwischen eine umfassende toxikologische Datenbank mit über 500.000 Falldokumentationen (Stand 2015) zur Verfügung, welche im Rahmen der Qualitätssicherung durch regelmäßige Auswertungen und Analysen wichtige Informationen, Grundlagen und neue Erkenntnisse zur toxikologischen Bewertung der verschiedensten Giftstoffe liefert.

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