Visual Universitätsmedizin Mainz

Rhenium-Therapie

Wie wird die 186Rhenium-HEDP-Therapie durchgeführt?

Der stationäre Aufenthalt dauert ca. vier Tage, 186Rhenium-HEDP wird intravenös appliziert. Die Substanz bindet bevorzugt an die stoffwechselaktiven Knochenprozesse und führt somit zu einer inneren Bestrahlung der Skelettmetastasen.
Bei guter Verträglichkeit und sofern die o.g. Voraussetzungen weiterhin vorliegen, kann nach frühstens sechs Wochen die Therapie wiederholt werden. 186Rhenium-HEDP wirkt in erster Linie schmerzlindernd im Sinne einer Verbesserung der Lebensqualität (palliativ), diesbezüglich kann mit einem Ansprechen von ca. 70% der Patienten gerechnet werden. Eine Beseitigung der Knochenmetastasen ist hiermit jedoch nicht zu erzielen.

Komme ich für die Behandlung in Frage?

186Rhenium-HEDP wird als therapeutische Option für Patienten mit schmerzhaften osteoblastischen Knochenmetastasen eingesetzt, die trotz einer suffizienten Schmerztherapie weiterhin Beschwerden haben.
Vor der Planung dieser Radionuklidtherapie muss eine aktuelle Skelettszintigraphie die intensive Nuklid-Speicherung der Knochenmetastasen belegen, zusätzlich soll eine normale Nierenfunktion und eine ausreichende Knochenmarkreserve vorliegen.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Diese Radionuklidtherapie ist im Allgemeinen gut verträglich, eine mögliche akute Nebenwirkung kann die vorübergehende Zunahme der Schmerzen sein.
Nach der Therapie kann es insbesondere bei Chemotherapie und/oder externer Radiatio vorbehandelten Patienten zu einem Abfall der Blutplättchen (Thrombozyten), der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und ggf. auch der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) kommen. Diese Blutbildveränderungen sind in der Regel im Verlauf rückläufig. Dennoch müssen nach der Therapie regelmäßige Kontrollen des Blutbildes erfolgen, um rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen können, z.B. Transfusion von Blutbestandteilen.

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